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Samstag, 30.12.2017

Klinikum für Gelenk-OPs zertifiziert

Den Behandlungen in Görlitz wird seit fünf Jahren eine hohe Qualität bescheinigt. Nun wurde dieses Gütesiegel erneuert.

Dem Städtischen Klinikum Görlitz wurde eine hohe Qualität bei der Implantation von künstlichen Gelenken bescheinigt.
Dem Städtischen Klinikum Görlitz wurde eine hohe Qualität bei der Implantation von künstlichen Gelenken bescheinigt.

© Nikolai Schmidt

Görlitz. Unabhängige Experten haben dem Endoprothetikzentrum im Städtischen Klinikum Görlitz eine hohe Qualität bei der Implantation von künstlichen Gelenken bestätigt. Wie Sprecherin Katja Pietsch in einer Pressemitteilung des Klinikums mitteilt, können sich seit 2012 unfallchirurgische oder orthopädische Spezialkliniken und Fachabteilungen zu einem Endoprothetikzentrum (EPZ) zertifizieren lassen. Das Zertifikat bestätige die hohe Qualität der Behandlung.

Das EPZ am Städtischen Klinikum Görlitz wurde im Jahr 2014 gegründet und zertifiziert. Jetzt erhielt es erneut das Zertifikat. Experten der Endocert-Initiative nahmen zwei Tage lang alles unter die Lupe. Sie kontrollierten Arbeitsabläufe, Qualifikationen, Behandlungszahlen, Dokumentationen, Partner, Einhaltung gesetzlicher Anforderungen und Leitlinien, Räume, Ausstattung und vieles mehr. Im Ergebnis erneuerten sie das Zertifikat. Etwa 140 künstliche Gelenke setzt das Team um Chefarzt Dr. Uwe-Karsten Schöbel jährlich im Städtischen Klinikum Görlitz ein. Behandelt werden vor allem Patienten mit vielen Begleiterkrankungen. Es sind schwere Fälle, die nicht in jeder Fachklinik behandelt werden können, sondern die besondere medizinische Versorgungsstruktur eines Schwerpunktkrankenhauses benötigen. Die Betroffenen haben laut Pietsch nach solch einer Operation weniger Schmerzen, sind mobiler und erhalten wesentlich mehr Lebensqualität zurück.

Die Implantation künstlicher Gelenke, im Fachjargon Endoprothesen genannt, ist eine komplexe chirurgische Behandlung. In Deutschland gehört sie mittlerweile zu den häufigsten operativen Eingriffen. Jährlich werden mehr als 400 000 künstliche Hüft- und Kniegelenke eingesetzt. An dem Zertifikat erkennen die Patienten, dass sich das Zentrum intensiv mit dem Thema des künstlichen Gelenkersatzes beschäftigt, so Pietsch. Es erfüllt die von Endocert aufgestellten Anforderungen an die Qualität. „Unsere Behandlungsergebnisse werden konsequent überprüft und Komplikationen erfasst“, sagt Dr. Uwe-Karsten Schöbel, Chefarzt der Unfallchirurgie und gemeinsam mit Dr. Steffen Weihrauch Leiter des EPZ. Ziel sei es, die Patientensicherheit und die Qualität der Diagnostik und Therapie von Gelenkserkrankungen im Landkreis Görlitz auf hohem Niveau zu halten. (szo)

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