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Mittwoch, 13.09.2017

Klein-Tirol fällt später

Die Landesdirektion Sachsen stoppt den Plan des Glashütter Rathauses. Dort gibt man sich dennoch zuversichtlich.

Von Maik Brückner

Die ehemalige Gaststätte Klein-Tirol in Schlottwitz wird wohl noch eine Weile weiter verfallen.
Die ehemalige Gaststätte Klein-Tirol in Schlottwitz wird wohl noch eine Weile weiter verfallen.

© Egbert Kamprath

Schlottwitz. Der Abriss der früheren Ausflugsgaststätte Klein-Tirol in Schlottwitz wird in den nächsten Tagen noch nicht beginnen. Das erklärte Glashüttes Bürgermeister Markus Dreßler (CDU) auf SZ-Nachfrage. Grund seien Vorgaben der Landesdirektion Sachsen.

Diese hatte auf Antrag der Stadt Glashütte die Vergabe geprüft, weil der Drittplatzierte in der Ausschreibung mit der geplanten Vergabe nicht einverstanden gewesen war. Diese Prüfung ist nun abgeschlossen. „Leider hat die Landesdirektion Formfehler bei der Bekanntmachung der Ausschreibung festgestellt“, sagte Dreßler. Deshalb muss das Rathaus die Ausschreibung aufheben. Verwaltung und Planungsbüro prüfen derzeit eine mögliche Terminkette für eine schnellstmögliche Neuausschreibung und Vergabe. Diese soll dann mit der Förderbehörde abgestimmt werden. „Ich bin zuversichtlich, dass wir hier schnell zu einer Lösung kommen und so den Abriss noch in diesem Jahr auf den Weg bringen können“, sagte Dreßler.

In Schlottwitz ist man geteilter Meinung zum Abriss. Viele verbinden mit dem Haus schöne Erinnerungen, so auch SZ-Leser Dirk Geißler, der darauf hinweist, dass das Ausflugslokal noch bis 2001 geöffnet und auch gut besucht war. „Allerdings war das inzwischen abgebrannte Gästehaus zu der Zeit schon unbewohnbar, nachdem es vom damaligen Besitzer ausgeschlachtet worden war.“ Der letzten Pächterin wurde der Pachtvertrag vom Besitzer kurzfristig per Ende Mai 2001 gekündigt. „Wir konnten trotzdem im Juni 2001 dort noch unseren Polterabend und einen Teil unserer Hochzeit feiern, weil sich die Pächterin dafür starkgemacht hat. Auch eine größere Firmenfeier fand Ende Juni noch statt. Danach war dann aber wirklich Schluss“, erinnert sich der Schlottwitzer.