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Dienstag, 21.03.2017

Kita-Kooperation sorgt für Bedenken

Um Kinder jederzeit betreuen zu können, arbeiten zwei Gemeinden enger zusammen. Manche sehen das skeptisch.

© Symbolbild/dpa

Röderaue/Wülknitz. Eng verworben sind die Gemeinden Röderaue und Wülknitz, spätestens seit sie vor 17 Jahren eine Verwaltungsgemeinschaft wurden. Nun wollen die Kommunen bei ihren Kitas enger zusammenarbeiten, um Eltern auch an Schließtagen eine Kinderbetreuung anbieten zu können. Etwa dann, wenn in einer Einrichtung Fortbildungen fürs Personal oder die Weihnachtsfeiertage anstehen.

Da Wülknitz selbst nur eine Kita in Streumen hat, die benachbarte Röderaue über ihre Tochterfirma Leuchtpunkt zwei Kitas in Frauenhain und Pulsen sowie den Hort in Pulsen, liege eine Kooperation nahe, so Wülknitz’ Gemeindechef Hannes Clauß (parteilos). Drei Jahre werden die Schließtage nun von der Röderaue abgesichert, dann übernimmt Wülknitz ein Jahr und so weiter.

Der Gemeinderat von Wülknitz hat der Regelung vorige Woche mehrheitlich zugestimmt – wenn auch nicht kritiklos. Jens Kraze (CDU) stellte infrage, ob die Abmachung mit den Nachbarn rechtlich sauber sei. Was passiere zum Beispiel, wenn sich Eltern beschweren?

Die Verwaltung wies die Bedenken zurück, man sehe kein übermäßiges Problem, hieß es im Gemeinderat. (SZ/ewe)

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