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Freitag, 29.12.2017

Kita-Beiträge steigen

Deutlich höher als in den letzten Jahren fällt der Aufschlag für Kindergarten-Kinder aus. Für 2019 stellt die Stadt die nächste Erhöhung in Aussicht.

Von Sandro Rahrisch

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Bessere Kitabetreuung hat ihren Preis, sagt die Stadtverwaltung und erhöht die Elternbeiträge im nächsten Jahr schon wieder.
Bessere Kitabetreuung hat ihren Preis, sagt die Stadtverwaltung und erhöht die Elternbeiträge im nächsten Jahr schon wieder.

© Monika Skolimowska/dpa

Es ist kein schönes Geschenk, was Dresdner Familien in der Weihnachtszeit gemacht wird: Die Kinderbetreuung soll im neuen Jahr deutlich teurer werden, wie die Stadtverwaltung nach den Feiertagen verkündet hat. Ab dem 1. September werden für die neunstündige Betreuung eines Krippenkinds 216,49 Euro monatlich fällig, so der Plan. Das wären rund 3,70 Euro mehr als bisher. Der Platz im Kindergarten soll sich sogar um 9,90 Euro auf 155,92 Euro im Monat verteuern.

Geringer fällt die Steigerung bei Hortkindern aus: Die sechsstündige Betreuung soll nur 2,25 Euro mehr kosten, monatlich wären dann 86,79 Euro zu zahlen. Für das zweite Kind in einer Kita wird wie bisher ein Nachlass von 40 Prozent gewährt. Das dritte Kind bleibt beitragsfrei – entgegen anderer Versuche der Stadtverwaltung in den vergangenen Jahren. Bislang scheiterte der Plan, für das dritte Kita-Kind Geld zu verlangen, immer im Stadtrat.

Als Grund für die Beitragserhöhung nennt das Rathaus die gestiegenen Kosten. Insgesamt waren das im vergangenen Jahr rund 265 Millionen Euro – 20 Millionen Euro mehr als im Jahr zuvor. So bekommen die Erzieher mehr Geld. Außerdem kümmern sich in den Kindergärten mehr Erzieher um die Knirpse. Zuletzt wurde der Betreuungsschlüssel im September letzten Jahres verbessert. Beide Entwicklungen kämen den Kindern direkt zugute, sagt Bildungsbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU). Die finanziellen Auswirkungen könne die Stadt allerdings nicht alleine tragen. Deshalb würden die Eltern an den Kosten beteiligt. Der Stadtrat muss die Erhöhung aber noch beschließen. Voraussichtlich im April wird dieser entscheiden. Dresden erhofft sich dadurch Mehreinnahmen in Höhe von rund 745 000 Euro.

Vorjohann stellt bereits die nächste Beitragserhöhung in Aussicht. Noch keinen Einfluss auf die Beiträge ab September 2018 hätte nämlich der verbesserte Betreuungsschlüssels in den Krippen, sagt er. Dieser ist erst im September dieses Jahres umgesetzt worden. Die Folgen bekommen die Eltern wahrscheinlich 2019 zu spüren. Familien mit geringem Einkommen sollen auch weiterhin weniger zahlen. Aktuell betrifft das rund 10 000 Kinder. Insgesamt werden 48 000 Kinder in den Dresdner Kitas und Horten betreut.

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Leser-Kommentare

Insgesamt 3 Kommentare

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  1. anny

    Gern darf der Elternbeitrag steigen auch um deutlich mehr wenn endlich ein wesentlich besserer Betreuungsschlüssel kommt. Nicht ohne Grund unsere 7 Kinder alle in privaten Einrichtungen betreut. Unsere Kleinste in der Krippe mit einem Schlüssel von 5 zu 1 und dass sogar auch in den Randstunden. Daran sollten sich die öffentlichen orientieren.

  2. besorgte mutter

    gerne erhöhung,der beiträge,wenn sie auch die leistung darfür erbringen was fast selten der fall ist.

  3. Mutter aus Radebeul

    Natürlich zahlen wir gern mehr für eine gute Betreuung. In den letzten Wochen sah das jedoch nicht so aus. Unbesetzte freie Stellen und mehrere Langzeitkranke. Dafür für kurze Zeit eingestellte Erzieher_innen aus der Personalvermittlung. Die neuen Kräfte werfen dann mangels Einarbeitung und zu hohen Drucks das Handtuch. Nett wenn man sich eine private Kinderbetreung leisten kann. Und das gleich für 7 Kinder. Da scheint die Sache wieder klar. Die beste Bildung für die Kinder, deren Eltern am besten verdienen....

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