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Donnerstag, 04.01.2018

Kita-Bau kann starten

Jetzt steht fest: Land und Bund unterstützen das Millionenprojekt in Bischofswerda-Süd.

Von Nicole Preuß

Die Pläne sind bereits gezeichnet. Das neue Kinderzentrum in Bischofswerda-Süd soll in der Form an die Symbole der beiden Kitas Sonnenschein und Regenbogenvilla erinnern. Ein paar unvorhergesehene Probleme bereiten aber jetzt die Ausschreibungen.
Die Pläne sind bereits gezeichnet. Das neue Kinderzentrum in Bischofswerda-Süd soll in der Form an die Symbole der beiden Kitas Sonnenschein und Regenbogenvilla erinnern. Ein paar unvorhergesehene Probleme bereiten aber jetzt die Ausschreibungen.

© Visualisierung: Bauplanung Bautzen

Bischofswerda. Die Baufläche für das neue Kinderzentrum in Bischofswerda Süd ist scheinbar schon vorbereitet. Die Grundschule an der Bonhoefferstraße wurde abgerissen und das Gelände planiert. Es könnte losgehen und die Stadtverwaltung ist froh, dass jetzt auch die finanziellen Voraussetzungen dafür geschaffen wurden. Das Land und der Bund geben die fehlenden 700 000 Euro für den Bau des Kinderzentrums dazu. Oberbürgermeister Holm Große (parteilos) hatte zuletzt den Baustart von dieser Zusage abhängig gemacht. Kurz vor Weihnachten brachte nun Kultus-Staatssekretär Herbert Wolff den Fördermittelbescheid aus dem Programm „Brücken in die Zukunft“ nach Schiebock.

Die Stadt Bischofswerda kann deshalb mit den bereits zugesagten Fördermitteln und Eigenmitteln 4,6 Millionen Euro verbauen, drei Millionen Euro davon stammen allein aus dem Bund-Länder-Programm Stadtumbau Ost. Die Stadt hat sich für das Geld allerdings auch einiges vorgenommen. Sie will ein Haus für die Kitas Sonnenschein und Regenbogenvilla errichten lassen mit insgesamt 180 Plätzen für Krippen- und Kindergartenkinder . Die Einrichtungen bleiben eigenständig, bekommen voneinander abgetrennte Räume, separate Spielplätze und eigene Zugänge.

Der Entwurf für das Haus liegt bereits seit einem Jahr vor. Architekten der Bauplanung Bautzen haben einen runden Bau entworfen, der entfernt an eine Schnecke erinnert, aber auch mit den beiden Symbolen der Kitas, der runden Sonne und einem anhängenden Regenbogen in Verbindung gebracht werden kann. Die neuen Räume bieten dann auch Platz für mehr Krippenkinder. 18 weitere Kleinkinder können in beiden Einrichtungen aufgenommen werden. Besonders bemerkbar wird sich das in der Kita Sonnenschein machen, die bisher nur Kinder ab zwei Jahren betreuen kann.

Im Juni 2019 soll es geschafft sein

Die Bauarbeiten sollen schon in der ersten Märzwoche starten, wenn es das Wetter zulässt. „Wir müssen dann am 30. Juni 2019 fertig sein“, sagte Ulrich Schuster vom Bauamt der Stadt. Die Plätze werden benötigt. Das hängt unter anderem mit der Betriebserlaubnis für die alten Kindertagesstätten zusammen. „Der Sommer ist zudem geeignet für einen Bruch“, sagt die Leiterin des Bürger- und Familienamtes, Sybille Müller. Kinder wechseln in die Schule, neue werden aufgenommen.

Die Stadt hat in den vergangenen Monaten bereits einzelne Ausschreibungen für den Bau des neuen Zentrums auf den Weg gebracht. Dabei ist allerdings nicht alles glattgegangen. So musste zum Beispiel erst Anfang Dezember der Ausschuss für Technik und Wirtschaft die Ausschreibung zum Los 1 - Baustelleneinrichtung aufheben, weil selbst der günstigste Bieter 27 Prozent mehr als eigentlich kalkuliert für seine Arbeit verlangen wollte. Das lag unter anderem daran, dass im Nachhinein noch zusätzliche Leistungen aufgenommen wurden. So will die Stadt Bischofswerda, dass die Baustelle „aufgrund der Lage der Baustelle und den Randbedingungen am Standort“ überwacht wird. Ein Wachdienst soll das Gelände vor allem nachts kontrollieren. Die Kosten dafür sind aber nicht förderfähig. Nun muss neu ausgeschrieben werden.

Ein weiterer unvorhergesehener Einschnitt wurde im Stadtrat Mitte Dezember deutlich. Das Bauamt wollte sich die Zustimmung holen, dass der Ausschuss für Technik und Wirtschaft die kostenintensivsten Arbeiten des gesamten Bauprojekts vergeben kann, die Bauhauptleistungen. Nur so könne man im Rhythmus bleiben, hieß es. Der Stadtrat lehnte verständlicherweise ab, das Gremium wolle diese Entscheidung in seiner Gesamtheit treffen.

Die Stadt hofft unterdessen auf gute Ausschreibungsergebnisse. „Unsere größte Sorge ist, dass wir nicht mit dem Budget auskommen“, sagt Ulrich Schuster vom Bauamt. OB Holm Große macht auf die Bedeutung des Bauprojekts aufmerksam. „Es gibt kurze Wege, der Stadtteil wird bürger- und familienfreundlich und dadurch insgesamt aufgewertet“, sagt er.