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Samstag, 30.12.2017

Kinderkrippe wird erst im Frühjahr fertig

Weil es viel Nachwuchs gibt, erweitert Leutersdorf die Einrichtung. Sie sollte eigentlich noch 2017 eingeweiht werden.

Von Holger Gutte

Die Leutersdorfer Kindertagesstätte „Villa Kunterbunt“ bekommt einen neuen Anbau. Der Bau ist schon weit fortgeschritten.
Die Leutersdorfer Kindertagesstätte „Villa Kunterbunt“ bekommt einen neuen Anbau. Der Bau ist schon weit fortgeschritten.

© Matthias Weber

Leutersdorf. Gern hätte Leutersdorfs Bürgermeister Bruno Scholze (CDU) noch im alten Jahr den Krippenanbau in der Kindertagesstätte „Villa Kunterbunt“ eingeweiht. Die Gemeinde lässt an das Krippengebäude einen Anbau ansetzen, der sich nahtlos an das 2003 errichtete Haus anschließt. Lange Zeit sah es so aus, dass der Einzug in den Neubau noch 2017 möglich wäre.

Jetzt aber ist Winterpause auf der Baustelle und das Gebäude nicht bezugsfertig. „Eigentlich ist der Bau von Mai 2017 bis Mai 2018 geplant gewesen. Aber dann lief es so gut, dass wir dachten, bis zum Jahresende fertig zu werden“, sagt der Bürgermeister.

Beim Trockenbau ist der Arbeitsfluss ins Stocken geraten. „Erst sind bei einer Firma einige Mitarbeiter ausgefallen, dann kam die Haustür später“, schildert Scholze. Eins kam zum anderen. Bevor es mit den Bauarbeiten weitergehen kann, muss der Estrich rein. Scholze hofft, dass das in der ersten Januarwoche passiert. Dank der Fußbodenheizung kann in den Wintermonaten weitergebaut werden. Die Maler und Fliesenleger sollen möglichst schnell mit ihren Arbeiten beginnen. Auch die Innentüren müssen noch eingebaut werden. „Ich hoffe, dass wir Ende des ersten Quartals 2018 mit den Arbeiten im Gebäude fertig sind. Dann könnten die Krippenkinder zu Ostern einziehen“, sagt der Bürgermeister. Die Außenanlage ist erst für 2018 vorgesehen. Neue Spielgeräte soll es auch geben.

Der Krippenanbau kommt die Gemeinde Leutersdorf teurer, als ursprünglich vorgesehen war. Das liegt daran, dass einige Angebote der Baufirmen über der Kostenberechnung des Planungsbüros lagen, schildert der Bürgermeister. Um etwa 50 000 Euro wird sich der Baupreis erhöhen. Die Gesamtkosten steigen damit von etwa 320 000 Euro auf voraussichtlich 370 000 Euro.

Für zwölf Kinder wird der Krippenanbau eingerichtet. Er bietet Platz für einen zusätzlichen Speiseraum, eine Garderobe sowie je einen Sanitär-, Gruppen- und Spielraum. Die Gemeinde will attraktiv bleiben. Nicht nur für ihre älteren Einwohner, für die 2017 eine Seniorenwohnanlage eingeweiht wurde, sondern auch für junge Familien. Reichlich 34 000 Euro steuert die Gemeinde als Eigenmittel für das Projekt bei. Der andere, weitaus größere Teil der Summe, kommt aus Bundes- und Landesmitteln über das Förderprogramm „Brücken in die Zukunft“.

„Etwas Besseres als eine Kinderkrippe kann man mit diesem Programm gar nicht machen“, sagte Bruno Scholze schon beim Beantragen der Fördermittel. Kita-Leiterin Silke Geißler muss ab nächstem Jahr wahrscheinlich keine Eltern mehr auf später vertrösten, wenn sie ihre Kinder in der Kita anmelden wollen. Bisher musste sie das manchmal, weil kein Platz mehr für Krippenkinder da war. Sogar Geschwisterkinder mussten deshalb schon in eine andere Kita gehen. Die könnten auf Wunsch 2018 sogar wieder aufgenommen werden. Aus den bisher 28 Krippenplätzen in der „Villa Kunterbunt“ werden mit dem Anbau 40.

Die Nachfragte nach Betreuungsplätzen ist in der Einrichtung in den letzten Jahren stetig gestiegen. Heute werden in der Kita neben der Krippe auch 56 Kinder im Kindergarten betreut. Hinzu kommen 36 in der Kita im Ortsteil Spitzkunnersdorf. Insgesamt kümmern sich 17 Erzieherinnen in den beiden Kitas um die Kinder.

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