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Montag, 11.09.2017

Kinderarzt in Königshufen umgezogen

Markus Rentsch hat in Königshufen eine größere Praxis eröffnet. Wer sie betritt, kommt in den Regenwald.

Von Daniela Pfeiffer

Kinderarzt Markus Rentsch und die Schwestern Katrin Pohl (li.) und Annett Schüßler in ihrer neuen Regenwald-Praxis.
Kinderarzt Markus Rentsch und die Schwestern Katrin Pohl (li.) und Annett Schüßler in ihrer neuen Regenwald-Praxis.

© nikolaischmidt.de

Von der Schlesischen Straße auf die Scultetusstraße – von einer kleinen Praxis in eine große. Markus Rentsch hat sich, wenige Monate, nachdem er sich als Kinderarzt in Königshufen niedergelassen hat, einen Wunsch erfüllt. „Die alte Praxis war einfach zu klein“, sagt er. Patientenaufnahme und Wartezimmer waren im selben Raum – und nicht eben groß. Das wollte der junge Arzt, der zunächst noch bei Kinderärztin Undine Kern angestellt war, später ihre Praxis übernahm, gern ändern.

Er wandte sich an die Großvermieter vor Ort, denn in Königshufen wollte er bleiben. Im Parterre der Scultetusstraße  59 baute der städtische Großvermieter Kommwohnen schließlich eine Praxis nach Rentsch’s Wünschen. Zwei Wohnungen sind eine, bereits vorher gab es hier eine Arztpraxis. Es wurden neue Wände eingezogen und zwei Birken „gepflanzt“. Die sind tatsächlich echt und im Wartezimmer als Kleiderständer integriert. Sie ragen vom Fußboden bis in die Decke. All das gehört zum Regenwald-Konzept. Denn wenn Familien die Praxis betreten, kommen sie nicht in steril-weiße Räume, sondern fast in ein kleines grünes Abenteuerland, das die Görlitzer Innenarchitektin Sabine Kunkel-Zenker gestaltet hat. Kranke Kinder können im Dschungel vielleicht ihr Unwohlsein vergessen, dafür sorgen der grün-blaue Fußboden und Fototapeten mit Papageien oder Koalabären. Im Flur bewacht ein großer Frosch mit feuerroten Füßen den Arzneischrank. Außer dem Wartebereich und separater Anmeldung, den Sprechzimmern, Labor und Aufenthaltsraum gibt es in einer weiteren Wohnung gegenüber noch einen Isolierraum. Hier werden die Vorsorgeuntersuchungen gemacht oder auch mal ein Kind mit ansteckender Krankheit untergebracht.

Der Arzt und seine beiden Schwestern sind vom neuen Arbeitsplatz begeistert. „Die Bedingungen haben sich sehr verbessert“, sagt Schwester Annett Schüßler. Und einen Hasen draußen auf der Wiese hatten sie auf der Schlesischen Straße auch nicht. Ab und zu lässt er sich blicken. Auch Vorgängerin Undine Kern gefällt’s. Sie kommt noch gelegentlich vorbei und unterstützt beratend, etwa zum Thema Allergien.

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