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Samstag, 14.04.2018

Kein Jubel beim Jubiläum

Dynamo Dresden vergibt einen Elfmeter und verliert das Heimspiel gegen Holstein Kiel mit 0:4.

Von Daniel Klein

41 Impressionen vom Heimspiel

Hat Dynamos Trainer Uwe Neuhaus „Flasche leer“?
Hat Dynamos Trainer Uwe Neuhaus „Flasche leer“?

© Robert Michael

Dresden. Dynamo kann sich einfach nicht aus der Abstiegsregion befreien. Nach den beiden Unentschieden gegen Nürnberg und Braunschweig kassierten die Schwarz-Gelben zwei Tage nach dem Vereinsgeburtstag eine 0:4-Niederlage gegen Holstein Kiel. Und erneut war Dresden nicht die schlechtere Mannschaft, aber diejenige, die ihre Chancen nicht nutzte.

Impressionen vom Heimspiel

Hatte Dynamo Möglichkeiten für eigene Treffer?

Eine ganze Menge sogar. Die größte vergab Mousaa Koné, der mit einem Elfmeter an Kiels Schlussmann Kenneth Kronholm scheiterte (4.). Beim Abpraller kam er eine Fußspitze zu spät. Es war erst der zweite Elfer für den Stürmer seit seinem Wechsel nach Dresden in der Winterpause, gegen Ingolstadt hatte er noch getroffen. Doch auch danach hatten die Schwarz-Gelben einige hochkarätige Möglichkeiten. Kreuzers abgefälschter Schrägschuss fischte Kronholm aus dem Dreiangel (30.). Nur eine Minute später reagierte er beim Schuss von Duljevic ebenfalls glänzend. Nach dem Seitenwechsel vergab Sascha Horvath (63.) die Riesenmöglichkeit zum Ausgleich, beim Tor des eingewechselten Pascal Testroet entschieden die Unparteiischen korrekt auf Abseits (67.). Den Kopfball von Testroet (84.) kratzte Kronholm erneut von der Linie.

Wie fielen die vier Kieler Tore?

Beim Strafstoß zum 0:1 (28.) schickte Kingsley Schindler Dynamo-Schlussmann Marvin Schwäbe in die falsche Ecke. Beim 0:2 (65.) verwandelte Marvin Ducksch eine Eingabe von Patrick Herrmann direkt, erneut war Schwäbe chancenlos. Alexander Mühling (86.) veredelte einen Konter, und in der Nachspielzeit erhöhte Ducksch mit einem Flugkopfball sogar noch auf 4:0.

Waren beide Elfmeter berechtigt?

Der erste auf jeden Fall. Bereits in der vierten Minute verlor Tom Weilandt ein Laufduell gegen Niklas Kreuzer im Strafraum, stieß den Dresdner und traf ihn auch an den Beinen. Fifa-Schiedsrichter Felix Zwayer zögerte nicht, zeigte sofort auf den Punkt. Beim zweiten Strafstoß war die Sache schon kniffliger. Marcel Franke traf beim Zweikampf mit Dominick Drexler auch leicht den Ball, rutscht seinem Gegenspieler aber voll in die Beine. Auch hier pfiff Zwayer sofort. Franke bestätigte später, dass die Entscheidung wohl korrekt war. Doch es hätte noch einen dritten Strafstoß geben müssen, als Rafael Czichos den eingewechselten Erich Berko unfair stoppte (74.).

Wie hat sich Manuel Konrad auf der ungewohnten Position geschlagen?

Bis auf eine Szene gut. Der defensive Mittelfeldspieler vertrat Florian Ballas, der unter der Woche mit einem Infekt ausgefallen war, in der Innenverteidigung. Seit seinem Wechsel vor zwei Jahren nach Dresden spielte der 30-Jährige, der am Samstag seinen Geburtstag feierte, zum ersten Mal auf der ungewohnten Position – und machte das mehr als ordentlich. Wiederholt rettete er in höchster Not und gefiel mit seiner Spielereröffnung. Beim 0:2 kam er allerdings einen Schritt zu spät.

Was sagten die Trainer zum Spiel?

Uwe Neuhaus (Dresden): „0:4 klingt brutal, das muss man erst einmal verarbeiten. Trotz alledem war es schon eine Leistung von uns, die Hoffnung macht. Symptomatisch waren die beiden Elfmeter: Wir verwerten ihn nicht, Kiel schon. Im Moment schaffen wir es einfach nicht, den Ball über die Linie zu drücken - und wenn, ist es Abseits. Wir müssen die Fehlerquote runterschrauben, haben aber nur noch vier Spiele Zeit. Das werden alles Endspiele für uns. Auch das Torverhältnis haben wir beschädigt. Ich glaube aber, dass die Mannschaft in der Lage ist, das Spiel und das Ergebnis abzuschütteln.“

Markus Angang (Kiel): „Es war für uns das erwartet schwere Spiel gegen eine sehr starke Mannschaft. Das Ergebnis spiegelt nicht das Geschehen wider, der Sieg fiel zu hoch aus. Uns ist heute endlich das gelungen, was wir in den vergangenen Wochen verpasst haben, nämlich, dass wir unsere Chancen nutzen. Ich bin mir sicher, Dynamo wird die nötigen Punkte noch holen.“

Wie feierten die Fans den 65. Vereinsgeburtstag?

Mit einer riesigen Choreografie im K-Block sowie auf der Westtribüne. Zu Beginn der zweiten Halbzeit zündeten einige Unverbesserliche allerdings Bengalos, die Partie war für einige Minuten unterbrochen. Dafür und für die aufs Spielfeld geworfenen Gegenstände wird der Verein wiederum eine Strafe bekommen. Zudem wurde vor dem Anpfiff der ehemalige Stürmer Ulf Kirsten zu Dynamos neunten Ehrenspielführer ernannt. Vor ihm waren bereits Wolfgang Oeser, Hans-Jürgen Kreische, Klaus Sammer, Dieter Riedel, Hans-Jürgen Dörner, Eduard Geyer, Reinhard Häfner und Hartmut Schade in diesen Kreis aufgenommen worden.

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Leser-Kommentare

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Insgesamt 41 Kommentare

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  1. OlDyn53

    So wird es nie was mit 1. Liga und Europapokal! Die selbstgesteckten Ziele erweisen sich als absolute Lachnummer, stattdessen geht es geradewegs in Liga 3! Hier muss sofort gehandelt werden! Herr Neuhaus, zeigen Sie Courage und treten Sie von Ihrem Posten zurück! Sie erreichen die Mannschaft nicht mehr, es steht keine Einheit auf dem Platz und die Abwehr ist ein Hühnerhaufen!!!

  2. mäxle

    ...nur gut dynamo hat nicht gewonnen, sonst wären wir ja verwöhnt worden...wann endlich fliegt dieser trainer raus und mit ihm die halbe manschaft die sowieso nicht in der 2.liga bleiben wollen...es ist einfach nur zum ko....en

  3. manders

    bei 62% Ballbesitz und 81% Passqute gegen den Aufsteiger wird H.Neuhaus sicher das 0:4 erklären und bei seinem System bleiben.Welche Erkenntnis er aus dem 0:3 Hinspiel ins Heimspiel übernommen hat ? Die Jungs haben gekämpft keine Frage ,nur muss man das Glück erzwingen.Alle, die den Trainer unterstützen und jegliche Kritik an ihm verbieten,sollen sich nicht wundern wenn wir nächstes Jahr in der 3.Liga auflaufen .Er hat nicht mehr die Fähigkeit eine Mannschaft zu motivieren und sie jetzt wieder mental aufzubauen . Die Gegner wissen ,ein tor gegen Dresden schiessen und den ein Mann sturm im Angriff ruhigstellen.Schade für die vielen Fans die heute wieder im Stadion waren.In Kaiserslautern wartet das waterloo.Wv8JK5Wv8Jk5

  4. Oldelch

    Es tut mir leid, als alter Dynamo-Fan sagen zu müssen, dass ein Abstieg in die dritte Liga gerechtfertigt wäre. Dort können sie üben Tore zu schießen. Und vielleicht sollten die Spieler ein niedrigeres Grundgehalt bekommen, dafür aber Prämie wenn die Mannsch8 gewinnt und nur wenn sie gewinnt!!! Damit für alle Spieler der Anreiz und Ansporn gegeben ist, Tore zu schießen, was nützt es wenn gut spielt aber trotzdem verloren wird.

  5. Andreas

    Neuhaus ist der beste Trainer seit Jahren. Wie war der Spruch mit der Scheisse und den Bonbons ? Nur sind die Spieler gar nicht so Scheisse. Einige sogenannte Fans (sogar mit Dauerkarte) sollten sich mal vor Augen führen wo wir herkommen und welche Mittel wir haben! Daran gemessen ist die Leistung aller Ehren wert! Und wenn wir noch 10 Jahre dritte Liga spielen müssen, ich lebe den Traum vom Europapokal! Dafür gehe ich jede Woche zu den Spielen. Die Besserwisser und Schlaumeier braucht kein Mensch, gleich gar nicht im Stadion!

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