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Freitag, 29.12.2017

Kampf um Dohnas Pfarrstelle

Pfarrerin Ramona Uhlemann wird am 21. Januar in Dohna verabschiedet. Über ihre Nachfolge entscheiden Pirna und Dresden.

Von Heike Sabel

Pfarrerin Ramona Uhlemann wechselt als Seelsorgerin nach Kreischa.
Pfarrerin Ramona Uhlemann wechselt als Seelsorgerin nach Kreischa.

© Archivfoto: Norbert Millauer

Dohna. Ramona Uhlemann und Dohna – das gehört zusammen. Seit 1991. Ende des Jahres geht diese Ära zu Ende. Pfarrerin Uhlemann wechselt als Seelsorgerin in die Kreischaer Bavaria Klinik. Ihre derzeitige Pfarrstelle ist die zweite in der Kirchgemeinde Heidenau-Dohna-Burkhardswalde und Maxen. Und die will die Kirche natürlich gern behalten. Doch einfach so neu besetzen, geht nicht. Das offizielle Verfahren startet erst, wenn die Stelle vakant ist, also genau genommen am 1. Januar.

Als Erstes muss die betreffende Kirchgemeinde eine sogenannte Erledigungsanzeige schreiben. Daran wird derzeit gearbeitet, sagt Pfarrerin Erdmute Gustke, die die erste Stelle in der Gemeinde inne hat. Im Januar bekommt der Kirchenbezirksvorstand die Sache dann auf den Tisch. „Bei entsprechendem Beschluss wird das Landeskirchenamt um Ausschreibung der Pfarrstelle gebeten“, sagt Superintendentin Uta Krusche-Räder. Das Landeskirchenamt prüft dann, ob es dem Antrag des Kirchenbezirksvorstandes folgt. Will der die Wiederbesetzung, wird festgelegt, wie die Stelle ausgeschrieben wird. Bei einer Entsendestelle entscheidet in der Regel das Landeskirchenamt über die Besetzung, bei der Wahlstelle hat die Gemeinde ein Mitspracherecht. Die Superintendentin lässt offen, welchen Beschluss der Kirchenbezirksvorstand im Januar fassen wird. Es ist also auch möglich, dass die Stelle gestrichen wird.

Auch wenn sie erhalten bleibt, kann es eine Weile dauern, bis es einen neuen Pfarrer bzw. eine neue Pfarrerin in Dohna gibt. Bei Ausschreibungen hat es manchmal schon mehrerer bedurft, bis sich jemand bewarb. Beispiel Liebstadt-Ottendorf, da waren es über zwei Jahre.

Für Ramona Uhlemann gibt es bis zum Jahresende noch einiges in Dohna zu tun. So findet am 16. Dezember die Weihe der sanierten Dohnaer Orgel statt. Und sicher kommt sie auch künftig gern nach Dohna zurück. Zum Beispiel zum Kirchweihfest 2018. Das soll etwas größer gefeiert werden. Der Altar in der Kirche ist dann nämlich 500 Jahre alt.