• Einstellungen
Freitag, 13.10.2017

Kamenzer sangen in Luban

Ein Oratorium zu Ehren der Hl. Maria Magdalena war auch die gewollte Erinnerung an den einstigen Sechsstädtebund.

Musikalisch wurde jetzt die Übertragung des Patronats der Heiligen Maria Magdalena über die Stadt Luban.
Musikalisch wurde jetzt die Übertragung des Patronats der Heiligen Maria Magdalena über die Stadt Luban.

© Steffen Unger

Kamenz. Die Katholische Pfarrgemeinde St. Maria Magdalena feierte Ende September mit den Laubanern die Übertragung des Patronats dieser Heiligen über die Stadt Luban. Hier wurde ein Oratorium aufgeführt, dass auch Kamenzerinnen und Kamenzer mitgestalten bzw. -erleben konnten. Unter ihnen Vize-OB Jörg Bäuerle: „Unsere Städte haben eine jahrhundertelange gemeinsame Geschichte voller Dramatik. Sie waren beide Mitglied im Sechsstädtebund.“

Der geschichtliche Anlass zur Patronatsfeier ist der 800. Jahrestag der Ankunft der Schwestern des Magdalenerinnen-Ordens in Lauban, die hier seit 1217 ununterbrochen im Geiste caritativer Liebe wirkten. Auch in Kamenz waren die Magdalenerinnen und betrieben im Spittel das erste Hospital und die katholische Pfarrkirche. Das jetzt in Lauban aufgeführte Oratorium ist dreisprachig. „Lateinische, polnische und deutsche Teile kommen darin vor, und dies ganz bewusst, denn mit diesem Werk und dem gesamten Ereignis soll die Verständigung zwischen den Menschen, besonders der Polen und Deutschen, auf eine höhere Ebene gebracht werden. Und dies ist ja auch gelungen“, so der Vize-OB. Nur ein paar Tage vor der geplanten Uraufführung war das Werk fertig geworden. „Keiner der mehr als 30 Musiker und insgesamt mehr als 100 Sänger hatte bis Mittwoch eine Note gesehen.“ Zwei Tage probten die Musiker und die polnischen Sänger, und am Sonnabend kamen dann auch die Kamenzer dazu. Die Aufführung sei für alle ein bleibendes Erlebnis gewesen. Geplant ist nun, am 24. November einen Mitschnitt der Uraufführung des Oratoriums auch in Kamenz zu zeigen. Das gesamte Projekt wird von der EU gefördert. (SZ)

Desktopversion des Artikels