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Dienstag, 17.04.2018

Jusos mit neuem Vorstand

Alexander Geißler steht jetzt an der Spitze. Sein Vorgänger Hans-Martin Behrisch hat fünf Jahre das Amt inne.

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Alexander Geißler aus Freiberg ist der neue Vorsitzende der Jusos Mittelsachsen.
Alexander Geißler aus Freiberg ist der neue Vorsitzende der Jusos Mittelsachsen.

© privat

Hans-Martin Behrisch aus Döbeln begleitete das Amt in den letzten fünf Jahren.
Hans-Martin Behrisch aus Döbeln begleitete das Amt in den letzten fünf Jahren.

© Dietmar Thomas

Mittelsachsen. Die Jusos Mittelsachsen haben in Freiberg einen neuen Vorstand gewählt. Vorsitzender ist Alexander Geißler. Der 27-Jährige kommt aus Freiberg und wohnt nach seinem abgeschlossenen Jurastudium auch wieder in der Bergstadt. Zurzeit arbeitet er als Rechtsreferendar am Landgericht Dresden. „Wir wollen bei der kommenden Kreistagswahl und den Stadtratswahlen in einer Vielzahl von Gemeinden mit eigenen Kandidaten und eigenen inhaltlichen Forderungen gemeinsam mit der SPD Mittelsachsen in den Wahlkampf ziehen“, so Alexander Geißler.

Das werde nun vorbereitet. „Dabei stellen wir uns den besonderen Aufgaben, die sich in einem ländlichen Flächenkreis ergeben“, sagte Geißler. Mittelsachsen habe mit seinen beiden Hochschulstandorten und weiteren Zentren in Döbeln, Hainichen und vielen anderen Gemeinden enormes Potenzial, junge Menschen anzuziehen – seien es Studierende oder junge Familien, die sich bewusst für ein Wohnen und Arbeiten in Mittelsachsen entscheiden.

Alexander Geißler löst den Döbelner Hans-Martin Behrisch als Vorsitzenden ab. Dieser sagte rückblickend: „Die Arbeit hat mir sehr viel Spaß gemacht. Nach fünf Jahren ist es aber gut, neue Ideen und neuen Schwung in die Arbeit zu bringen. Ich glaube, das wird mit diesem Personalwechsel definitiv gelingen.“ Hans-Martin Behrisch ist seit vergangenem Jahr Teil des Landesvorstandes der Jusos Sachsen.

Im Vorstand arbeiten weiterhin Eva Zent als Stellvertreterin sowie als Vorstandsmitglieder Jonas Curdes, Steffen Stopp, Daniel Irmer, Marcus Schade und Andreas Richter mit.

„Leider ist die Politik von Landrat Matthias Damm in vielen Punkten ungenügend und schafft nicht die notwendigen Bedingungen für ein Bestehen in der Zukunft. Es wird nach Gutsherrenart verwaltet, ohne die wirklichen Probleme des Landkreises anzugehen“, sagte der Juso-Vorsitzende.

Zum Beispiel fehle es bis heute an einem tragfähigen Wirtschaftsförderungskonzept für die Region. „In einer Umfrage im vergangenen Jahr sprachen sich die Unternehmer in Mittelsachsen mehrheitlich für eine koordiniertere Förderung aus. Passiert ist bisher nichts“, sagte Geißler. Ein durchdachter Antrag der SPD/Grünen Fraktion sei aus falschen Motiven abgelehnt. „Ansiedlungen finden nicht statt. Wir werden die Arbeit des Landrats in Zukunft kritisch begleiten und immer wieder aufzeigen, was schief läuft“, sagte Alexander Geißler.

Auf der Vollversammlung haben die Jusos acht Anträge beschlossen, die im Sommer auf der Delegiertenkonferenz der Jusos Sachsen ins Programm aufgenommen und später auf dem Landesparteitag der SPD Sachsen und dem Bundesparteitag als offizielle Politik in Landes- und Bundesprogramm Einzug finden sollen. (DA/je)

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