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Mittwoch, 16.05.2018

Jim Knopf in Rietschen

Um das Kinocafé herum ist Baustelle. Ab Freitag gibt es trotzdem Zusatzvorstellungen.

Von Carla Mattern

Der Anbau am Kino-Café Rietschen ist abgerissen. Filme werden trotzdem gezeigt.
Der Anbau am Kino-Café Rietschen ist abgerissen. Filme werden trotzdem gezeigt.

© André Schulze

Das ist ein Datum, das sich wirklich gut merken lässt. Am 1. Juni haben die Vereinsmitglieder des Vereins Kinocafé Rietschen schon ihr erstes Jahr als Kinobetreiber herum. Vor einem Jahr zum Kindertag hatten sie deshalb auch eine Hüpfburg aufgestellt. In diesem Jahr sei so etwas nicht geplant, sagt Simone Schmidt, die Vorsitzende des Vereins. Aber auf jeden Fall werde ein Kinderfilm gezeigt, wahrscheinlich „Early Man“ und eine Tombola gemacht. Mehr geht nicht, denn das Kinogebäude liegt zurzeit mitten in einer Baustelle. An dem Neubau des Betreuten Wohnens sind die Handwerker voll dabei, ebenso die Garten- und Landschaftsgestalter, die das Außengelände zur Hauptstraße in Form bringen. Und auch das Kinogebäude selbst, der stehengebliebene Teil des Lausitzer Ecks, sieht nach Baustelle aus. Der kleine Anbau, der zur Rothenburger Straße und dem Mallmann-Center schaute, ist jetzt weg. Abgerissen. Doch in Ordnung gebracht wird diese Fassade erst, wenn das Gesamtpaket an Reparatur- und Modernisierungsarbeiten in dem Gebäude ansteht. Ab wann genau das ist? Simone Schmidt kennt keinen Termin. „Wir rechnen im Herbst damit“, sagt sie. Bis dahin bleibt das Kino über den Sommer weiter offen. „Das Kino geht weiter“, sagt Simone Schmidt. Jetzt zu Pfingsten werden sogar wieder zusätzliche Vorstellungen angeboten. Von diesem Freitag an bis zum Mittwoch nach Pfingsten lädt Jim Knopf ein, gemeinsam mit Lukas, dem Lokomotivführer, Abenteuer zu erleben. „Wir wollten diesen Film unbedingt nach Rietschen holen“, sagt die Vereinsvorsitzende. Ausgenommen ist der spielfreie Dienstag. Mit gezielten Angeboten für Kinder und Familien sowie Senioren haben die Kinocafé-Betreiber gute Erfahrungen gemacht.

Gedanken machen sich die Vereinsmitglieder auch um die Zeit, wenn ihr Kinogebäude umgebaut, saniert und modernisiert wird. „Dann gehen wir ins Exil“, sagt Simone Schmidt. Noch ist nichts spruchreif. Denn um wie jetzt auch öffentliches Kino anzubieten, müssen hohe Hürden übersprungen werden, zum Beispiel in Sachen Brandschutz. Aber auf jeden Fall wollen sie spielen; dann eben nichtöffentlich als Vereinskino. Mit dem Bürgermeister von Rietschen und Verwaltungsmitarbeitern ist der Kinoverein im Gespräch über geeignete Räumlichkeiten. Noch sei das Thema allerdings nicht spruchreif, so Simone Schmidt.