• Einstellungen
Freitag, 12.01.2018

Jetzt sieht es nach Play-downs aus

Starke Lausitzer Füchse verlieren gegen den Tabellenzweiten Riessersee. Der Abstand auf Platz zehn wächst weiter.

Von Thomas Wagner und Frank Thümmler

Die Füchse versuchten alles, kämpften auch vor dem Tor um die beste Position, wie hier Feodor Boiarchinov (links) gegen den Garmischer Simon Mayr. Aber es reichte am Ende wieder einmal nicht.
Die Füchse versuchten alles, kämpften auch vor dem Tor um die beste Position, wie hier Feodor Boiarchinov (links) gegen den Garmischer Simon Mayr. Aber es reichte am Ende wieder einmal nicht.

© Gunnar Schulze

Die Lausitzer Füchse haben nach einer kämpferisch starken Leistung am Freitagabend mit 3:5 (1:1, 1:1, 1:3) gegen den Tabellenzweiten SC Riessersee verloren, der einfach cleverer war und in der Lage war, in den richtigen Momenten die Tore zu erzielen. Jetzt rücken die Playdowns für die Füchse immer näher. Der Tabellenzehnte Bad Nauheim hat Crimmitschau bezwungen und jetzt satte 15 Punkte Vorsprung auf Weißwasser, bei nur noch 17 ausstehenden Spielen.

Auch wenn es der Tabellenzweite war, die Füchse wollten unbedingt drei Punkte. In den ersten Minuten sah es aber so aus, als sei dies unrealistisch. Die Gäste spielten die Füchse regelrecht an die Wand, ließen keine Luft zum Atmen und gingen auch schnell in Führung, gerade als die zweite Füchse-Reihe auf die dritte wechselte und viel Platz war. Gomes konnte frei abschließen und netzte über die Fanghand von Füchse-Torwart Franzreb ein. Den Lausitzern kam dann eine Strafe gegen die Gäste entgegen, die sie ins Spiel brachte und zu einer ersten großen Chance führte. Hayes hatte aus wenigen Metern das nahezu leere Tor vor sich, Torwart Reich lag schon, aber der Füchse-Stürmer nahm den Kopf nicht hoch und wählte die falsche Ecke (4.). Trotzdem waren die Füchse jetzt besser im Spiel, Boiarchinov traf nur den rechten Schoner von Reich. Die Gäste blieben zwar gefährlich – Franzreb hielt gegen Dibelka – aber die Defensive der Füchse stand jetzt gut, die Garmischer Gäste hatten Probleme, ins Füchse-Drittel zu kommen, sogar in Überzahl. Auf der anderen Seite gelang nach einer sehenswerten Kombination der Ausgleich. Eriksson spielte von hinter dem Tor Ranta an, der ahnte, wohin er spielen musste und Boiarchinov am langen Pfosten direkt und ohne hinzusehen anspielte. Und Boiarchinov schloss direkt ab, zu schnell für den Gästetorwart Reich.

Im Mitteldrittel begannen die Füchse stark mit viel Druck und gingen schnell in Führung. Kapitän Mücke spielte einen schnellen Pass auf Hayes, der mit großer Geschwindigkeit über die linke Seite ins Gästedrittel laufen konnte, vors Tor zog, lange wartete und schließlich den Puck vorbei an Torwart Reich zum 2:1 einschob (22.). Die Freude der Füchse und ihrer Fans über die Führung währte nicht lange. Driendl brachte die Scheibe von hinter dem Füchse-Tor nach vorn, wo Dibelka unter die Latte einschießen konnte. Tegkaev und Götz waren einfach zu weit weg, um den Schützen am Torerfolg zu hindern.

Das Schlussdrittel begannen die Füchse in Unterzahl und ließen in ihr eigentlich keine klare Chance zu. Aber die Spieler waren lange auf dem Eis und schafften die Befreiung nicht. Und gerade, als sie wieder vollzählig waren, konnte Oakley aus der Distanz abziehen und traf flach zum 2:3 (42.). Die Füchse, denen man kämpferisch nichts vorwerfen konnte, kamen noch einmal zurück. Die überzeugende erste Reihe sorgte für den erneuten Ausgleich. Der Puck sprang nach einem Angriff der Füchse Richtung Bullykreis, Owens kam herangestürmt und hämmert die Scheibe zum 3:3 unter die Latte. Aber es sollte nicht sein. Die Füchse gerieten erneut in Unterzahl und das Spiel vom dritten Gegentor wiederholte sich. Wieder ließen die Füchse in Unterzahl wenig zu, wieder hatten die Garmischer Probleme, ihr Spiel aufzuziehen. Aber mit Ablauf der Strafe waren sie in der Powerplay-Box und die Füchse noch ungeordnet. Eder kam in Schussposition, ließ mit einer Schusstäuschung noch einen Füchse-Spieler aussteigen und hämmerte dann den Puck auch mit dem nötigen Glück genau in den Winkel. Nach dem 3:4 waren die Füchse erneut nicht geschockt. Hayes hatte in Überzahl aus Nahdistanz die Chance zum Ausgleich (53.), Boiarchinov scheiterte und Ranta verpasste das Abspiel zum heranstürmenden Mücke. So lief den Lausitzer Füchsen die Zeit davon. In den letzten zwei Minuten nahm Füchse-Trainer Robert Hoffmann Torwart Maximilian Franzreb vom Feld, aber die jetzt zu hektischen Füchse brachten keine Chance mehr zustande. Als Adam den Puck vertändelte, war Ex-Fuchs Richard Mueller mit seiner Schnelligkeit zur Stelle und sorgte 25 Sekunden vor Schluss für die Entscheidung.

Nach dem Spiel bekamen die Füchse das zu hören, was keiner hören mag: Gut gespielt, nie und nimmer wie ein Abstiegskandidat. Aber am Ende sind die Punkte wieder einmal beim Gegner. Am Sonntag in Bad Tölt muss jetzt ein Sieg her, sonst kann die Vorbereitung auf die Play-downs im März beginnen.

Statistik

Lausitzer Füchse – SC Riessersee 3:5 (1:1, 1:1, 1:3)

0:1 Jared Gomes 1:33 (Assist: Eder, Thomas)

1:1 Feodor Boiarchinov 15:30 (Ranta, Eriksson)

2:1 Jeff Hayes 21:58 (Mücke)

2:2 Lubor Dibelka 24:57 (Driendl)

2:3 Louke Oakley 42:15 (Vollmer, Richter)

3:3 Chris Owens 46:46 (Ranta, Boiarchinov)

3:4 Andreas Eder 51:58 (Driendl, Dibelka)

3:5 Richard Mueller 59:35 (empty net, ohne Assist)

Lausitzer Füchse

Tor: Franzreb

Verteidigung: Owens, Bär – Mücke, Geiseler – Adam, Kania – Hoffmann

Sturm: Ranta, Eriksson, Boiarchinov – Neuert, Hayes, Schmidt – Tegkaev, Götz, Warttig – Kuschel, Jahnke

SC Riessersee

Tor: Reich

Verteidigung: Hummer, Johansson – Thomas, Gschmeißner – Eichinger, Mayr

Sturm: Driendl, Dibelka, Mueller – Richter, Daubner, Rimbeck – Vollmer, Mayenschein, Beck – Gomes, Oakley, Eder

Schiedsrichter: Robert Paule, Jakub Smitka

Strafen: Weißwasser 8, Riessersee 6

Zuschauer:1 853

Desktopversion des Artikels