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Dienstag, 17.04.2018

Jetzt muss das Gras noch wachsen

Der Trainingsplatz im Stadion an der Haßlauer Straße ist soweit fertiggestellt, dass er ruhen kann. Trotzdem wird weitergebaut.

Von Heike Heisig

Willi Knitters Herz schlägt seit 50 Jahren für den Roßweiner SV. Jetzt, wo er Rentner ist, hilft er, wo er kann, auch bei der Pflege der Außenanlagen.
Willi Knitters Herz schlägt seit 50 Jahren für den Roßweiner SV. Jetzt, wo er Rentner ist, hilft er, wo er kann, auch bei der Pflege der Außenanlagen.

© Dietmar Thomas

Roßwein. Das Nass von oben sollte dem neu hergerichteten Trainingsplatz im Stadion an der Haßlauer Straße guttun. Inzwischen ist der reguliert, Gras eingesät und auch schon das erste Mal belüftet worden. Nun braucht es Zeit, dass sich eine ordentliche Grasnarbe bildet.

Bauamtsleiterin Petra Steurer geht davon aus, dass die Fußballer den kleinen Platz nach der Sommerpause wieder nutzen können. Dann allerdings steht ihnen für ein paar Monate auch der reguläre, große Platz nicht mehr zur Verfügung. Die Sportler wissen das bereits und suchen nach Alternativen – also einen Platz, auf dem sie ihre Punktspiele absolvieren können. „Wir sind da miteinander im Gespräch“, sagte Petra Steurer. Jens Arnold, der beim Roßweiner SV (RSV) die Abteilung Fußball leitet, sagt dasselbe. Er ist sich sicher, dass der RSV auch in der neuen Saison auf Punkte- und Torejagd gehen kann – wo auch immer.

Außer dem renovierten Rasen hat der Platz auch eine neue Flutlichtanlage bekommen. Die haben die Arbeiter schon im vergangenen Jahr montiert. Alles in allem kostet das Herrichten des Trainingsplatzes im Sportkomplex an der Haßlauer Straße rund 80 000 Euro. Das Geld wird wie der Neubau eines Mehrzweckgebäudes aus dem Flutfonds finanziert, sodass Roßwein dafür kein Geld aus dem Haushalt aufbringen muss. Die ersten Arbeiten haben schon begonnen. In ihrer Sitzung am Donnerstag beschäftigen sich die Mitglieder des Technischen Ausschuss mit den Dacharbeiten, die als nächstes vergeben werden sollen. In dem Funktionsgebäude finden einmal Sanitär- und Umkleideräume für die Sportler Platz. Auch an eine Besuchertoilette ist gedacht.

Der Flachbau entsteht parallel zur Tartanbahn. Damit hat das bisherige Multifunktionsgebäude am Eingang des Sportkomplexes aber nicht ausgedient. Bürgermeister Veit Lindner (parteilos) zufolge bleiben dort die Gaststätte und die Wohnung erhalten. Aus den bisherigen Umkleide- und Sanitärräumen werden alle Medien wie Wasserleitung und Heizung herausgebaut. „Dann stehen die Räume dem Sportverein als Lager zur Verfügung“, so der Rathauschef.

Geld aus dem Hochwasserfonds kann die Kommune an dieser Stelle einsetzen, weil die Sportler des SV Grün-Weiß Niederstriegis dafür zurückstecken. Eigentlich ist der Schaden an ihrer Anlage in Niederstriegis entstanden. Doch die könnten am Zusammenfluss von Mulde und Striegis nie so hergerichtet werden, dass künftiges Hochwasser keinen Schaden anrichten kann. Das aber ist Grundvoraussetzung für den Einsatz des Geldes von Land und Bund. Daher haben Verwaltung und Sportvereine entschieden, das Geld am hochwassersicheren Standort in Roßwein zu investieren. Dort profitieren alle Sportler von zeitgemäßen Anlagen.

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