• Einstellungen
Samstag, 12.08.2017

Ist die S 177 schon fertig?

Viele Autofahrer fragen sich allmorgendlich in Radeberg, ob sie nicht eigentlich völlig unnötig im Stau stehen.

Von Jens Fritzsche

Bild 1 von 4

Für Markierungsarbeiten wurde jetzt auch die Abfahrt nach Kleinerkmannsdorf gesperrt. Mit Ampelregelung.
Für Markierungsarbeiten wurde jetzt auch die Abfahrt nach Kleinerkmannsdorf gesperrt. Mit Ampelregelung.

© Thorsten Eckert

Die Abfahrt am Krankenhaus ist derzeit noch nicht wieder nutzbar. Der geplante Freigabetermin ist Ende August.
Die Abfahrt am Krankenhaus ist derzeit noch nicht wieder nutzbar. Der geplante Freigabetermin ist Ende August.

© Thorsten Eckert

Eigentlich sieht es so aus, als wären die Arbeiten an der Umgehungsstraße abgeschlossen und die Fahrbahn in Richtung Großerkmannsdorf könnte bereits wieder genutzt werden. Aber noch stehen die Baken zur Baustellenabsicherung –ein Fakt, über den sich viele Autofahrer wundern.
Eigentlich sieht es so aus, als wären die Arbeiten an der Umgehungsstraße abgeschlossen und die Fahrbahn in Richtung Großerkmannsdorf könnte bereits wieder genutzt werden. Aber noch stehen die Baken zur Baustellenabsicherung – ein Fakt, über den sich viele Autofahrer wundern.

© Thorsten Eckert

Die Farbe rot dominiert derzeit an der Umgehungsstraße in Radeberg.
Die Farbe rot dominiert derzeit an der Umgehungsstraße in Radeberg.

© Thorsten Eckert

Radeberg. Mit dieser Meinung ist Rainhard Gleisberg wahrscheinlich nicht allein: Jeden Morgen führt in sein Arbeitsweg über Radeberg Richtung Rossendorf und damit derzeit hinein mitten in den Stau … Und das, ärgert er sich nun, „ist umso unverständlicher, wenn die S 177 zwischen Radeberg und Großerkmannsdorf seit letztem Freitag scheinbar fertig ist, aber die Verkehrseinschränkungen bestehen bleiben“. Derzeit lässt das für die Strecke zuständige Landesamt für Straßenbau zwischen der Auffahrt am Radeberger Krankenhaus und Großerkmannsdorf bekanntlich auf der Fahrbahn und den Ausfahrten den morschen Asphalt austauschen.

Zu allem Überfluss, fügt Rainhard Gleisberg noch an, zu allem Überfluss ist nun auch noch eine weitere Baustellenampel an der Abfahrt nach Kleinerkmannsdorf hinzugekommen. „Nur weil ein paar Meter Markierung weggefräst wurden“, beschreibt er empört. Und fragt sich: „Warum kommen diese paar Striche nicht auf die Straße?“ Wolle man hier vielleicht „nur die großzügig geplante Bauzeit bis Ende August voll ausschöpfen“? Rainhard Gleisberg fühlt sich jedenfalls von den Verantwortlichen unnötig belastet – und das ganz abgesehen davon, sagt er, „dass es den Behörden nicht möglich scheint, lokale Baustellen sinnvoll zu koordinieren“.

Mutwillig werde hier jedenfalls niemand unnötig lange in den Stau geschickt, heißt es aus dem Landesamt für Straßenbau dazu. „Uns und auch unseren Auftragnehmern ist bewusst, dass jede Verkehrseinschränkung eine Belastung für Anlieger und Verkehrsteilnehmer ist“, unterstreicht Isabel Siebert, die Sprecherin des Amtes. Und verspricht: „Wir werden im Rahmen unserer Möglichkeiten so schnell wie möglich das Vorhaben abschließen und bemühen uns, zügig fertig zu werden.“ Ob das noch vor dem vorgesehenen Fertigstellungstermin Ende August passiert, kann derzeit aber noch nicht gesagt werden. Selbst, wenn bestimmte Arbeiten vorfristig erledigt sind, müssen ja in jedem Fall noch die Markierungen aufgebracht werden –  „und die Markierungsfirmen sind gefragte Fachfirmen, deren Einsatzpläne über die gesamte Bausaison eng getaktet sind“, beschreibt Isabel Siebert das Problem. „Selbst wenn einmal baulich ein paar Tage Vorsprung herausgearbeitet werden, ist es leider dennoch nicht immer möglich, auch die anschließenden Spezialgewerke taggenau umzubuchen“, bedauert sie. Und blickt zudem aufs Wetter: „Solange der Regen anhält beziehungsweise weitere Regenfälle erwartet werden, sind Markierungsarbeiten aus Qualitätsgründen nicht möglich“, macht sie klar.

Und was ist mit dem Vorwurf, die Firmen reizen die Terminplanungen aus? „Das beauftragte Bauunternehmen hat die Bauzeit auf der Grundlage eines mit uns abgestimmten Bauablaufplans einzuhalten“, sagt Isabel Siebert. Und die Bauzeit sei so festgelegt worden, „dass die vertraglich festgelegten Leistungen vollständig und termingerecht erbracht werden können“. Dem Unternehmen stehe es frei, „im Rahmen seiner unternehmerischen Tätigkeit den Einsatz seiner Ressourcen eigenverantwortlich zu disponieren“. Heißt, wenn das Unternehmen seine Mitarbeiter zwischenzeitlich auf anderen Baustellen einsetzen sollte, ist ihm das nicht verboten. „Es darf nur nicht zu Verzögerungen kommen“, macht die Amtssprecherin deutlich.

Es ist also zumindest in jedem Fall davon auszugehen, dass es spätestens ab Ende August auf der S 177 wieder in beide Richtungen heißt: freie Fahrt.

Desktopversion des Artikels