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Freitag, 21.04.2017

Ist der Sachsenring wieder ein Thema?

Wer soll in Zukunft Formel-1-Rennen in Deutschland ausrichten? Die neuen Besitzer der Rennserie hoffen auf einen Bieterwettstreit verschiedener Rennstrecken.

Die neuen Eigentümer der Formel 1 wollen einen Bieterwettstreit um die Ausrichtung des Deutschland-Grand-Prix‘.
Die neuen Eigentümer der Formel 1 wollen einen Bieterwettstreit um die Ausrichtung des Deutschland-Grand-Prix‘.

© dpa

New York. Auf der Suche nach der künftigen Heimat für einen deutschen Grand Prix setzt die neue Formel-1-Führung nicht nur auf Hockenheim und den Nürburgring. „Wir schauen uns auch nach anderen Optionen um“, sagte Formel-1-Geschäftsführer Chase Carey im Interview der Deutschen Presse-Agentur. Der Nachfolger von Bernie Ecclestone gab damit der Diskussion um mögliche Austragungsorte wie den Sachsenring oder den Lausitzring neue Nahrung.

Allerdings wären dafür wohl zunächst hohe Investitionen in diese Strecken erforderlich, um sie tauglich für die Königsklasse zu machen. Zudem ist fraglich, ob sich die Streckenbetreiber die hohen Antrittsgebühren für die Formel 1 leisten können. Wegen der drohenden Verluste für die Organisatoren findet in diesem Jahr wie schon 2015 kein Grand Prix in Deutschland statt. 2018 ist dann wieder Hockenheim Gastgeber. Danach läuft der aktuelle Vertrag der nordbadischen Rennstrecke aus.

Auf das Autoland Deutschland wollen die neuen Formel-1-Bosse von Liberty Media aber auch danach nicht verzichten. „Letztes Jahr gewann ein deutscher Fahrer in einem deutschen Auto, es ist also ein sehr wichtiger Markt“, sagte Carey mit Blick auf Weltmeister Nico Rosberg, der im Vorjahr im Mercedes seinen ersten Titel holte. „Es ist sicherlich eines unserer Ziele, im deutschen Markt vertreten zu sein“, sagte Carey.

Vorrang allerdings hat für die amerikanischen Eigentümer der US-Markt. „Die USA haben höchste Priorität, aber auch hier haben wir noch viel Arbeit vor uns“, sagte Carey. In den Vereinigten Staaten ist die Formel 1 seit jeher nur eine Randnotiz, auch wenn sich inzwischen das Rennen im texanischen Austin etabliert hat.

Doch Liberty wittert ein noch viel größeres Potenzial für die Rennserie und will mindestens einen weiteren Grand-Prix-Gastgeber gewinnen. „Wir sind uns aber darüber einig, dass ein Rennen in New York Priorität hat“, sagte Carey. Als weitere Kandidaten nannte Carey Miami, Los Angeles und Las Vegas. (dpa)

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