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Mittwoch, 13.09.2017

Irakische Migranten in Bad Muskau aufgegriffen

Die Bundespolizei nimmt 40 Personen in Gewahrsam, die aus Polen gekommen waren. Bis dorthin wurden die Iraker per Laster geschleust.

40 Migranten aus dem Irak hat die Bundespolizei in Bad Muskau in Gewahrsam genommen. (Symbolbild)
40 Migranten aus dem Irak hat die Bundespolizei in Bad Muskau in Gewahrsam genommen. (Symbolbild)

© dpa

Bad Muskau. Am Montagmorgen hat die Bundespolizei in Bad Muskau exakt 40 Migranten in Gewahrsam genommen. Die Iraker waren nach Angaben der Bundespolizei zu Fuß aus Polen nach Deutschland gekommen. Ein Taxifahrer hatte das Polizeirevier in Weißwasser verständigt, das er in der Berliner Chaussee von mehreren ausländischen Personen angesprochen wurde, die nach Berlin oder Frankfurt gebracht werden wollten.

Die Polizei konnte einzelne Gruppen der Migranten an verschiedenen Orten in Bad Muskau feststellen und auf die Dienststelle nach Ludwigsdorf bringen. Mit einem Hubschrauber wurde anschließend das unmittelbare Gelände etwa 45 Minuten abgeflogen, um keine Personen zurückzulassen. Nach eigene Angaben waren die Iraker, zu denen Frauen, Männer und auch Kinder gehören, von einem Schleuser per Lkw geschlossen aus der Türkei bis nach Leknica gebracht worden. Dort wurden die Migranten abgesetzt und kamen zu Fuß über die Grenze.

Um die Schleuser zu stellen und die tatsächliche Reiseroute zu erfahren, werden die Iraker, deren Identität aktuell festgestellt wird, einzeln vernommen. Bei der Gruppe handelt es sich vermutlich um eine Großfamilie, die keine gesundheitlichen Probleme hat, mit Ausnahme einer Frau, die wegen Kreislaufbeschwerden vom Rettungsdienst versorgt wurde. (szo)