• Einstellungen
Donnerstag, 28.12.2017

Investor will Solarfelder aufstellen

Doch der Gemeinderat verweigert vorerst sein Ja. Es gibt noch zu viele offene Fragen.

Von Manfred Müller

Dank der Energiewende in Deutschland sind großflächige Photovoltaikanlagen nach wie vor bei Investoren beliebt. Auch bei Liega soll eine entstehen.
Dank der Energiewende in Deutschland sind großflächige Photovoltaikanlagen nach wie vor bei Investoren beliebt. Auch bei Liega soll eine entstehen.

© dpa

Schönfeld. Die Chemnitzer Firma Universal Energy Engineering (UEE) will auf Schönfelder Flur entlang der Autobahn eine Sonnenenergieanlage errichten. Das wurde auf der letzten Gemeinderatsversammlung bekannt. Wie Bürgermeister Hans-Joachim Weigel mitteilte, sei die vier bis fünf Hektar große Modulbelegungsfläche auf einem 70 Meter breiten Streifen zwischen den beiden Autobahn-Querungsbrücken an der Fasanerie und bei Liega geplant. Sie soll eine Leistung von 4,5 Megawatt ausgelegt werden. Die Gemeinde Schönfeld müsste für das Projekt allerdings einen Bebauungsplan aufstellen, wozu ein Ratsbeschluss notwendig ist. Eine entsprechende Vorlage scheiterte allerdings in der Dezembersitzung der Volksvertreter.

Mehrere Gemeinderäte kritisierten, dass sie nicht über genügend Informationen verfügen, um dem Bau der Photovoltaikanlage guten Gewissens zustimmen zu können. Außerdem seien die Flurstücksnummern der betroffenen Grundstücke nicht korrekt aufgeführt. Und auch über den Verlauf der Stromzuführung zum Enso-Abnahmepunkt, der sich an der Straße der MTS in Schönfeld befindet, gebe es Unklarheiten. Nachdem Gemeinderat Martin Steinborn (CDU) kundgetan hatte, dass er der Aufstellung eines Bebauungsplanes nicht zustimmen werde, wurde die Beschlussvorlage in den Hauptausschuss zurückverwiesen. Dorthin soll die Firma UEE in den nächsten Wochen einen Vertreter entsenden, mit dem die offenen Fragen geklärt werden können.