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Freitag, 08.12.2017

Inventur bei der Feuerwehr

Die Gemeinde hat den Bedarfsplan für den Brandschutz aktualisiert. Nur so steht Fördergeld in Aussicht.

Die Gemeinde Ostrau will in den den kommenden beiden Jahren das Feuerwehrgerätehaus erweitern, um zwei Stellflächen zu schaffen.
Die Gemeinde Ostrau will in den den kommenden beiden Jahren das Feuerwehrgerätehaus erweitern, um zwei Stellflächen zu schaffen.

© André Braun

Ostrau. Die Gemeinde Ostrau weiß jetzt genau, welche Investitionen in der Zukunft für die Feuerwehr notwendig sind. Zum zweiten Mal wurde der Brandschutzbedarfsplan aktualisiert. Das heißt, der Ist-Stand von Technik und Personal aller vier Ortswehren wurde aufgenommen und mit dem Soll-Stand verglichen. Unter anderen steht nun die Sanierung des Feuerlöschteiches in Töllschütz mit im Plan. Außerdem benötigt Ostrau ein neues Tanklöschfahrzeug. Das bisher vorhandene soll die Ortswehr von Noschkowitz bekommen, die dann ihren W 50, Baujahr 1986, ausmustern kann. „Damit können wir dann auch die Abgasnorm einhalten“, so Hauptamtsleiterin Antje Zornik.

Die Anschaffung eines Tanklöschfahrzeuges, das größere Menge Wasser und Schaum- sowie Sonderlöschmittel mitführen kann, hat verschiedene Gründe. Dazu gehören die Unfälle auf der B 169. Auch eine Bahnlinie, auf der Gefahrguttransporte unterwegs sind, das gewachsene Gewerbegebiet, die Grundschule, zahlreiche gewerbliche und landwirtschaftliche Firmen sowie größere Waldflächen bieten ein Gefahrenpotenzial. Im September entschieden sich die Räte dafür, den Eigenanteil in Höhe von 172 000 Euro, den die Kommune zur Finanzierung des Fahrzeugs beitragen muss, in den Haushalt für 2018/19 einzustellen. Insgesamt belaufen sich die Kosten voraussichtlich auf 325 000 Euro. Die Differenz erhofft sich Ostrau als Förderung aus der Richtlinie Feuerwehrwesen des Landkreises Mittelsachsen und dem sogenannten Investkraftpaket „Brücken in die Zukunft“.

Doch eine Fachförderung kann die Gemeinde nur erhalten, wenn ein aktueller Brandschutzbedarfsplan vorliegt. Nun muss der Plan, der alle fünf Jahre aktualisiert werden muss, noch von der Fachaufsichtsbehörde des Landkreises genehmigt werden. Dann könnte es auch Fördergeld für den Anbau an das Feuerwehrgerätehaus in Ostrau geben. Der ist notwendig, damit zwei weitere Stellplätze für die Feuerwehrfahrzeuge entstehen können. (je)

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