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Montag, 08.01.2018

Immobilienpreis-Entwicklung

in Deutschland zeigt stetes Wachstum

Bildautor: Michael Gaida
Bildautor: Michael Gaida

Wer eine Wohnung oder ein Haus zur Miete beziehen bzw. käuflich erwerben möchte, der hat in den meisten Städten und Regionen Deutschlands von Jahr zu Jahr mit höheren Preisen zu tun. Die Immobilienpreisentwicklung in Deutschland zeigt seit 2010 ein stetes Wachstum, nachdem es in den davor liegenden Jahren eine Abnahme der Kauf- und Mietkosten gab.

Statistik zeigt steigende Preise in allen Regionen

In einer aktuellen Statistik, welche die Entwicklung der Immobilienpreise in Deutschland vom Q1 2004 bis zum Q3 2017 aufzeigt, werden interessante Fakten dargelegt. So zeigt sich der höchste und schnellste Preisanstieg von Immobilien vor allem in Wachstumsregionen. Dafür nehmen die Preise in Stagnations- oder gar Schrumpfungsregionen nicht etwa ab. Sie befinden sich ebenfalls im Wachstum, wenn auch nicht so stark, sondern durchschnittlich nur um einen Indexpunkt pro Quartal. Zusammenfassend kann man aber sagen, dass es der Statistik nach eine Ausnahme ist, wenn die Immobilienpreise mancherorts zurückgehen.

Wachstumsregionen zeigen klassisches Marktverhalten

Während Schrumpfungsregionen also im bundesweiten Durchschnitt trotz sinkender Nachfrage keine negative Preisentwicklung verzeichnen, da zeigen die Wachstumsregionen der Bundesrepublik ein klassisches Marktverhalten. Gerade in Großstädten wie Köln, Hamburg und Berlin ist dies auch aus anderen Berichten und Zahlen der letzten Jahre bekannt. Denn wenn immer mehr Menschen in diese Städte und deren Umland ziehen wollen, dann passen die Anbieter für Miet- und Kaufwohnungen sowie für Häuser und Grundstücke die jeweiligen Preise nach oben an. Innerhalb der einzelnen Städte gibt es dann auch wieder verschiedene Viertel und Bezirke, in denen sich Zu- und Abwanderung einzeln bemerkbar machen.

Beispiel Berlin: Prenzlauer Berg und Mitte

Die Bezirke Prenzlauer Berg und Mitte sind in den letzten Jahren fast schon zum Synonym geworden für den Zuzug von zahlungskräftigen Menschen, von jungem Unternehmertum sowie den sogenannten Hipstern, die modern und technikaffin als ganz eigene Zielgruppe mit eigenen Ansprüchen auftritt. Das alles hat in den entsprechenden Bereichen sowie in den angrenzenden Bezirken nicht unmerklich zu einer Steigerung der Miet- und Kaufpreise geführt. Dabei sind aber nicht nur die Vermieter und Verkäufer an der Entwicklung schuld, weil sie schnelles Geld wittern, sondern auch diejenigen Nachfragenden, die unbedingt in das entsprechende Szene-Viertel ziehen wollen und deshalb immer höhere Preise akzeptieren – und das auch für teils unsanierte Wohnungen, die man andernorts für weit weniger ablehnen würde.

Fachmann Peter Guthmann aus Berlin zeigt aktuelle Zahlen

Laut Peter Guthmann, einem erfahrenen Immobilienmakler aus Berlin, führen noch weitere Komponenten und Faktoren zur beschriebenen Entwicklung. In seinen Ausführungen zum Immobilienmarktbericht Berlin 2018 führt er unter anderem den in den letzten Jahren gewachsenen Wohnraummangel an – nicht selten kommt es vor, dass in beliebten Gegenden ein Dutzend oder gar noch mehr Interessenten sich auf eine Wohnung oder ein Haus bewerben. Die Statistiken von Peter Guthmann zeigen in Berlin auch das, was die weiter oben erwähnte Statistik für ganz Deutschland in anderen Zahlen ausdrückte: Vor und um 2010 war das Wohnungsangebot noch wesentlich höher, und die Preise deshalb in einer Talfahrt.

Lange warten oder Altersvorsorge schaffen

Anders als junge Unternehmer, die unbedingt in jene Bezirke einer großen Stadt ziehen wollen, in denen sich Chancen und Aufträge ergeben, so kaufen viele Menschen Wohnungen und Häuser als Altersvorsorge. Nach der aktiven Zeit auf dem Arbeitsmarkt kann man sich in einem gekauften Objekt sozusagen zurücklehnen und muss sich keine Gedanken um die Mietkosten machen. Deshalb sollten wohl alle, die aktuell mit Kaufgedanken spielen, zeitnah zuschlagen. Oder solange sparen bis die Immobilienpreise wieder sinken, was aber statistisch gesehen kaum abzusehen ist. Sollte man also lange warten oder sich so schnell wie möglich eine Altersvorsorge schaffen? In diese Entscheidung spielen natürlich noch weitere Faktoren hinein: aktueller und zukünftiger Finanzstatus, Familienplanung, Standortsicherheit, etc.

Fazit

Sowohl regional als auch bundesweit steigen die Miet- und Kaufpreise für Wohnungen und Häuser. Selbst in Abwanderungs- bzw. Schrumpfregionen ist dies zu beobachten. In Großstädten wie Berlin kommt es in beliebten Bereichen sogar zu Wohnraummangel. Auf der Suche nach einer Altersvorsorge sollten finanzstarke Menschen also alsbald Entscheidungen treffen.

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