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Donnerstag, 14.09.2017

Immer weniger Uma

Rund 160 unbegleitete, minderjährige Asylbewerber leben zurzeit im Kreis. Die meisten kommen aus Syrien.

Von Maria Fricke

© Symbolfoto: dpa

Döbeln/Freiberg. Die Zahl der Flüchtlingskinder, die allein nach Deutschland kommen und Mittelsachsen zugewiesen werden, sinkt. Zurzeit werden vom Landratsamt 166 sogenannte Uma – unbegleitete, minderjährige Asylbewerber – betreut. Darüber informierte Frank Ziller, kommissarischer Referatsleiter im Bereich Besondere Soziale Dienste, das sich hauptsächlich mit den Uma beschäftigt.

Zwischen Anfang des Jahres 2017 und dem 31. August seien 29 Kinder und Jugendliche dem Landkreis zugewiesen worden. „Im selben Zeitraum des Vorjahres waren es 125“, so Ziller. „Sobald ein Uma mittelsächsischen Boden betritt, fällt er bis zur Volljährigkeit unter die Zuständigkeit des Landkreises“, ergänzte Ziller. Von den 29 Uma werden 25 vom Landratsamt betreut, die vier übrigen gelten als abgängig. Das heißt, sie haben den Landkreis schon wieder verlassen. „Wir haben das der zuständigen Polizei sowie dem Bundesverwaltungsamt gemeldet“, erklärte Ziller.

Mehrzahl bereits 17 Jahre alt

Im vergangenen Jahr seien die meisten unbegleiteten, minderjährigen Flüchtlinge vom afrikanischen Kontinent gekommen. In diesem Jahr überwiegen die Zuweisungen aus Syrien und Afghanistan. Die Mehrheit der Kinder und Jugendlichen, die vom Landratsamt bisher betreut worden sind, waren 17 Jahre alt, standen damit kurz vor der Volljährigkeit.

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