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Mittwoch, 14.02.2018

Immer mehr Moldauer geben sich als Rumänen aus

Die Bundespolizei hat festgestellt, dass Einreisende einer bestimmten Nationalität zunehmend mit gefälschten Dokumenten unterwegs sind. Der jüngste Fall ereignete sich am Dienstag.

© dpa

Pirna. Am Dienstag kontrollierten die Beamten der Bundespolizeiinspektion Berggießhübel gegen 22.15 Uhr auf der A 17 die Insassen eines in Richtung Dresden fahrenden Pkws. Eine eingehende Kontrolle ergab schnell, dass sich wenigstens einer der Reisenden mit falschen Dokumenten bei Behörden ausgewiesen hatte. Der 19-jährige Moldauer hatte sich als Rumäne ausgegeben.

Wie die Bundespolizei mitteilt, haben Fälle genau dieser Art in den letzten Monaten erheblich zugenommen. Dabei nutzten moldauische Staatsangehörige die Möglichkeit der visumfreien Einreise unter Vortäuschung touristischer Zwecke, um anschließend im Inland einer nicht erlaubten Erwerbstätigkeit nachzugehen. Zur Vortäuschung des legalen Aufenthaltes im Inland und der damit verbundenen Arbeitsaufnahme werden unter anderem gefälschte rumänische Identitätskarten verwendet.

Der 19-Jährige wurde gemeinsam mit einem 34-jährigen Landsmann, der in der Vergangenheit mehrfach unerlaubt in Deutschland gearbeitet hatte, zurück nach Tschechien geschoben. Gegen die beiden Moldauer wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der unerlaubten Einreise, der unerlaubten Arbeitsaufnahme und des Verschaffens falscher amtlicher Ausweise eingeleitet.

Gegen den Fahrer des Pkws, einen 31-jährigen Rumänen, wird ebenfalls ermittelt – wegen des Verdachts des Einschleusens von Ausländern. (szo)