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Samstag, 07.04.2018

Im Zeichen der Gurke

Wer an den Spreewald denkt, denkt an Gurken – oder umgekehrt. Dabei hat das Gemüse seinen Ursprung weder im Spreewald noch in Deutschland noch irgendwo in Europa, sondern in – Indien! Dies (und vieles mehr) erfährt man in dem Reiseführer „Wanderungen und Radtouren auf dem Gurkenradweg“.

Mehr als 250 Kilometer führt die touristische Route durch Ober- und Unterspreewald, zieht obendrein drei Schleifen, etwa nach Cottbus (wegen Fürst Pückler) und nach Golßen (wegen der Gurken). Das Ganze sollte man freilich nicht als sportliche Herausforderung nehmen. Besser ist es, man bringt viel Zeit mit. Denn die Gegend ist reich an Geschichte und Geschichten, selbst in Dörfern, deren Namen man noch nie gehört hat. Autor Albrecht Neumann hat das alles gründlich recherchiert und in 50 Etappen eingeteilt. Start und Ziel ist in dem hübschen Spreewalddorf Lehde – aber das kann man halten wie eine Gurke.

Die Orientierung kann in der Wald-, Wiesen- und Wasserlandschaft schnell mal verloren gehen. Hier hätte man sich von dem Buch ein paar mehr zielführende Hinweise gewünscht. Aber immerhin gibt es ein umfangreiches Kartenmaterial. Und zur Not darf man ja auch mal fragen. Man ist ja nicht in Indien. (rnw/sk)

Albrecht Neumann, „Wanderungen und Radtouren auf dem Gurkenradweg“, Oberlausitzer Verlag, 12,80 Euro

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