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Dienstag, 17.04.2018

Hunderte machen bei Putzaktion mit

Laut Stadtverwaltung sind dem Aufruf zu „Sauberes Riesa“ fast 500 Leute gefolgt. Sie hatten nicht nur schöne Erlebnisse.

Knapp 500 Teilnehmer  waren gekommen, um die Stadt Riesa von herumliegendem Abfall zu säubern. Die fleißigen Sammler waren am Elbufer und am Elberadweg sowie in Gröba unterwegs.
Knapp 500 Teilnehmer waren gekommen, um die Stadt Riesa von herumliegendem Abfall zu säubern. Die fleißigen Sammler waren am Elbufer und am Elberadweg sowie in Gröba unterwegs.

© Lutz Weidler

Riesa. Bei bestem Wetter packten Freiwillige am Wochenende an, um die Stadt von herumliegendem Abfall zu säubern. Nun ist es Zeit für eine Bilanz: Laut Rathaus-Pressesprecher Uwe Päsler waren knapp 500 Teilnehmer zusammengekommen. Sie sammelten rund 20 Kubikmeter Müll, zwei Container voll. Sammler waren unterwegs in Gröba, am Elbufer und am Elberadweg. Aktiv waren unter anderem die THW-Jugend, das Obdachlosenheim und die Reservistenkameradschaft. Auch in fast allen Ortschaften waren auf Initiative der Ortschaftsräte Bürger unterwegs. Bereits am Freitag sammelten die 4. Grundschule rund um ihr Schulgelände und der Kinderschutzbund am Alten Pfarrweg in Weida.

„Neben dem Üblichen wie Tüten, Büchsen, Verpackungen aller Art usw. waren etliche alte Autoreifen und alte Wahlplakate zu finden“, sagt Uwe Päsler. Das THW fischte einen alten Einkaufswagen und ein Fahrrad aus der Elbe. Zu den Teilnehmern gehörte auch der CDU-Stadtverband. Chef Thomas Gallitzdorfer freut sich, dass viele mit zupackten – auch wenn man sich über illegal deponierten Sperrmüll ärgern könne. „Natürlich ist das ärgerlich, aber wir möchten uns nicht über unsere Mitmenschen beschweren und die Sache zerreden, sondern aktiv werden“, sagt Gallitzdorfer.

Während der Aufräumaktion saß jemand am Fluss, frühstückte und beobachtete das Treiben der Freiwilligen. Das konnte ihn allerdings nicht davon abhalten, seinen leeren Kaffeebecher einfach fallenzulassen. Oberbürgermeister Marco Müller (CDU), selbst aktiv mit dem Müllsack unterwegs, war für einen kurzen Moment sprachlos: „Es ist schade, wenn Einzelne sich nicht benehmen können.“ (SZ)

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