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Freitag, 29.12.2017

Hat ein Wolf einen Hund getötet?

Ob ein Wolf sein Unwesen treibt, ist nicht sicher: In Krauschwitz und Weißkeißel ist ein Hund verletzt und ein weiterer getötet worden. Halter sind alarmiert.

Zwei Hunde sind in Weißkeißel und Krauschwitz angegriffen worden. Ob sich dahinter ein Wolf verbirgt, ist noch unklar.
Zwei Hunde sind in Weißkeißel und Krauschwitz angegriffen worden. Ob sich dahinter ein Wolf verbirgt, ist noch unklar.

© picture-alliance / dpa/dpaweb

Weißkeisel. Am Mittwoch und gestrigen Donnerstag wurden dem sächsischen Wolfsmanagement aus den Gemeinden Weißkeißel und Krauschwitz zwei Vorfälle gemeldet, bei denen ein Hund verletzt und weiterer Hund getötet wurde. In beiden Fällen befanden sich die Hunde auf dem Grundstück ihrer Besitzer. Die Hundehalter haben laut Kontaktbüro „Wölfe in Sachsen“ auf dem Grundstück ein Tier ausgemacht, welches sie als wolfsähnlich beschrieben haben.

Das Lupus Institut für Wolfsmonitoring und -forschung wurde in beiden Fällen zeitnah informiert. Beide Vorfälle wurden vor Ort untersucht und Genetikproben an dem verletzten sowie dem toten Hund genommen. Außerdem wurde der Kadaver des toten Hundes zur weiteren Untersuchung an das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung nach Berlin gebracht. Hier werden auch alle toten Wölfe untersucht.

Das Kontaktbüro weist darauf hin, dass zum derzeitigen Zeitpunkt sich nicht sagen lässt, ob die Hunde von einem Wolf oder einem Hund angegriffen wurden. Die Untersuchungen des Kadavers beziehungsweise. der Genetikproben sollen weitere Aufschlüsse bringen, heißt es in der Mitteilung des Kontaktbüros. Auch wurden vor Ort automatische Wildkameras aufgestellt für den Fall, dass das Tier nochmals zurückkehrt.

Aufgrund der beiden Vorfälle bittet das sächsische Wolfsmanagement alle Hundebesitzer im Bereich Krauschwitz, Weißkeißel und Weißwasser, ihre Tiere gut zu beaufsichtigen und möglichst über Nacht zu sichern. Außerdem sollten Sichtungen von Wölfen oder streunenden Hunden in diesen Bereichen umgehend an das Lupus Institut oder das Landratsamt Görlitz gemeldet werden. Das Lupus Institut ist unter der Telefonnummer 0173 / 3572 329 und das Kreisforstamt des Landkreises ist unter der Telefonnummer 03588 2233 3401 zu erreichen. (szo)