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Samstag, 30.12.2017

Handgranaten, verdächtige Pakete, betrunkene Männer

Auch 2017 gab es einige kuriose Einsätze für die Beamten der Polizeidirektion Chemnitz.

Von Maria Fricke

Symbolbild
Symbolbild

© Patrick Pleul/dpa

Döbeln/Mittweida. Eigentlich wollte er nur seinen Laptop bei einem Bekannten abholen. Am Ende stand die Polizei vor der Tür und wollte den Mann als Einbrecher festnehmen. Weil der vermeintliche Täter offenbar unter Einfluss von Alkohol am 7. September versucht hatte, sich in Döbeln Zutritt zu der Wohnung seines Bekannten zu verschaffen, wurde jemand stutzig und wählte die 110. Erst als die Beamten vor Ort waren, stellte sich heraus, dass der Mann nur seinen Laptop bei dem Bekannten abholen wollte. Der öffnete jedoch, laut Polizeibericht, seine Tür nicht. Für den Mann ging der Fall noch einmal glimpflich aus: „Eine Bekannte nahm sich des Mannes an und brachte ihn nach Hause“, so ein Sprecher der Polizeidirektion Chemnitz.

Eine vermeintliche Handgranate sorgte am frühen Nachmittag des 13. Juli für einen Polizeieinsatz in Falkenhain bei Mittweida. Die Beamten wurden darüber informiert, dass Am Hackberg eine Handgranate gefunden worden sei. Die alarmierten Einsatzkräfte prüften das verdächtige Objekt und fertigten Fotos an. Schließlich wurden die Kollegen des Kampfmittelbeseitigungsdienstes um Rat gefragt. Die gaben Entwarnung: „Bei der vermeintlichen Granate handelte es sich um ein Teil einer Drehbank“, löste ein Polizeisprecher auf.

Ebenfalls im Bereich des Mittweidaer Reviers mussten die Beamten ausrücken, um den Inhalt eines vermeintlich verdächtigen Paketes zu überprüfen. Alarmiert worden ist die Polizei von einer Postangestellten. Diese hatte zwei „augenscheinlich ausländische Männer“, so ein Polizeisprecher, beim Packen des fraglichen Paketes beobachtet. Sie habe gesehen, wie die Männer unter anderem Feuerzeugbenzin sowie ein Kabel in der Kiste verstauten.

Das Paket landete schließlich bei der Postangestellten. Die eintreffenden Beamten klärten die Sache schließlich auf. „Der Empfänger des Päckchens war verzogen und hatte Bekannte um Nachsendung persönlicher Dinge gebeten. Die Bekannten hatten ihm deshalb unter anderem eine Computermaus mit Anschlusskabel, Adapter und Feuerzeugbenzin eingepackt“, so die Polizei in ihrem Jahresrückblick. (DA/mf)

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