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Donnerstag, 26.04.2018

Hält Bergner den Pott fest?

Sonnabend steigt in Döbeln das Finale der Männer. Cunewalde/ Sohland ist gegen die Gastgeber Favorit – laut Statistik.

Von Christian Kluge

Der Cunewalder Torwart Marcel Bergner ist einer der Garanten für die Erfolge seiner Mannschaft. Beim Sachsenpokalfinale am Sonnabend in Döbeln wird er wieder im Mittelpunkt stehen – und könnte das Spiel für sein Team entscheiden.
Der Cunewalder Torwart Marcel Bergner ist einer der Garanten für die Erfolge seiner Mannschaft. Beim Sachsenpokalfinale am Sonnabend in Döbeln wird er wieder im Mittelpunkt stehen – und könnte das Spiel für sein Team entscheiden.

© Christian Kluge

Handball. Ein echter Knaller steht für die Handballfans aus der Oberlausitz am Sonnabend ab 18 Uhr in der Stadtsporthalle Döbeln auf dem Programm. Dort werden traditionell die Endspiele um den Sachsenpokal der Frauen und der Männer ausgetragen. Im Vorjahr triumphierten dort die Damen vom Radeberger SV mit 26:25 über Gastgeber HSG Neudorf/Döbeln. Diesmal stehen die Männer von der SG HVO Cunewalde/Sohland im Finale – und sind nach einem Blick in die Statistik sogar der Favorit gegen die HSG Neudorf/Döbeln, die den Sprung ins hauseigene Endspiel geschafft hat.

Der Cunewalder Trainer Carsten John erwartet gegen Döbeln allerdings ein enges Match. „In der Sachsenliga haben beide Teams ihre Heimspiele jeweils mit zwei Treffern für sich entschieden“, weiß der SG-Coach. Aber die Cunewalder Niederlage in Döbeln war ein Ausrutscher, denn der Pokalausrichter ist so etwas wie der Lieblingsgegner der John-Schützlinge. In Döbeln gab es erst eine Niederlage und in insgesamt zwölf Sachsenliga-Partien und überhaupt erst zwei Pleiten für die Oberlausitzer, deren Statistik weitere sieben Siege und drei Unentschieden verzeichnet.

„Wir müssen an die Leistungen der letzten Partien anknüpfen“, sagt John. „Dann haben wir definitiv eine Chance in Döbeln und können im Finale erfolgreich sein.“ Und das wollen sich die zahlreichen Cunewalder Handballfans natürlich nicht entgehen lassen. Mit zwei vollen Bussen, einem Kleintransporter und unzähligen Privatautos werden sie sich am Sonnabend auf die 120 Kilometer lange Reise nach Döbeln aufmachen, um Historisches zu erleben.

Trainer Carsten John: „Wir sind im Sachsenpokalfinale und belegen in der Sachsenliga den gesicherten sechsten Tabellenplatz. Wer mir das vor der Saison prophezeit hätte, den hätte ich für verrückt erklärt. Und nun greifen wir nach dem größten Erfolg der Vereinsgeschichte. Das hat sich meine Mannschaft mehr als verdient und auch hart erarbeitet. Eigentlich schade, dass die Saison am Sonnabend vorbei ist.“

Der Cunewalder Coach setzt in der Stadtsporthalle auf die zuletzt sehr starke Form seiner Männer, die in Liga und Pokal sieben der letzten acht Begegnungen gewonnen haben. So auch das Halbfinale am 7.  April bei der SG LVB Leipzig II (29:28). Die mannschaftliche Geschlossenheit und die Unterstützung des Publikums sollen ein wesentlicher Faktor werden. Die Cunewalder setzen auf ihre lautstarken Fans, um ein geschlossenes Bild gegen die blau-weißen Anhänger der Heimmannschaft abzugeben. Personell kann John – bis auf den am Kreuzband verletzten Wilhelm Schulze – aus dem Vollen schöpfen. „Tom Richter ist auch wieder im Training. Er ist gemeinsam mit Kaiser, Vanek und Israel eine wichtige Option im Angriffsspiel.“ Und wenn dann noch Torjäger Michal Naimann einen guten Lauf erwischt, sollte der Sachsenpokal ab Sonnabend in Cunewalde stehen.