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Donnerstag, 12.04.2018 Fußball-Landesliga

Großenhainer wollen nachlegen

Der Neuling will nach dem Sieg in Zwenkau auch in Glauchau punkten. In Radebeul steht das Kellerduell gegen Eutritzsch an.

© Symbolfoto: Claudia Hübschmann

Radebeul/Großenhain. In der Fußball-Landesliga steht der VFC Plauen II nach dem Rückzug als erster Absteiger fest. Alle Spiele der Vogtländer wurden annulliert – der Radebeuler BC „verlor“ gleich sechs Punkte am Grünen Tisch. Aktuell stehen die Karl-May-Städter als Tabellen-13. sogar auf einem Abstiegsplatz. Der Grund: Der SV Einheit Kamenz ist Vorletzter in der NOFV-Oberliga und müsste im Fall des Abstiegs zusätzlich in die Sachsenliga 2018/19 eingegliedert werden.

„Die Situation ist nicht einfach, wir müssen am Samstag gegen Lipsia Eutritzsch alle verfügbaren Kräfte mobilisieren, um die drei Punkte in Radebeul zu behalten“, fordert Trainer Matthias Müller. Zuletzt hatte seine Mannschaft in zwei schwierigen Auswärtsspielen in Markranstädt (0:0) und Markkleeberg (1:1) gepunktet. „Natürlich waren das Teilerfolge, die auch für den Kopf meiner Spieler wichtig waren. Aber wir müssen jetzt auch mal wieder ein Spiel gewinnen“, so „Lotte“ Müller.

Die Eutritzscher stehen, den VFC Plauen II mit einbezogen, auf dem vorletzten Tabellenplatz - drei Zähler hinter dem RBC. Zuletzt sorgte Lipsia mit einem 2:1-Heimsieg gegen den Tabellendritten FC Grimma für eine faustdicke Überraschung. „Man sieht, dass in dieser Liga alles möglich ist. Auch mit dem Kantersieg von Glauchau über Stahl Riesa hatte ich persönlich nicht gerechnet“, gibt Müller zu. Beim Hinspiel in Eutritzsch (2:1 für Lipsia) hatte Richard Schöne die Radebeuler schon nach sechs Minuten in Führung gebracht, aber Simon Knoebel und Fabian Berger drehten mit ihren Treffern noch vor der Pause das Spiel. Der fünfte Saisonsieg würde dem RBC etwas Luft im Abstiegskampf verschaffen, „dazu müssen wir aber unsere Durchschlagskraft im Offensivbereich unbedingt verbessern“, weiß Matthias Müller, dessen Mannschaft mit nur 18 erzielten Toren das mit Abstand angriffsschwächste Team der 6. Liga ist.

Während die BSG Stahl Riesa spielfrei ist und die Schützlinge von Trainer Daniel Küttner nach der 1:5-Pleite in Glauchau ihre Wunden lecken, reisen die Großenhainer am Sonntag in den Sportpark an der Meeraner Straße.

Glauchau rangiert mit 21 Punkten auf Platz neun, der GFV ist mit 34 Zählern Tabellenvierter. Die Rückrundenbilanz der Großenhainer ist sicher ausbaufähig, aber nach dem überzeugenden 4:2-Erfolg in Zwenkau sollte der spielstarke Neuling wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt sein. „Unsere Formkurve zeigte schon eine Weile nach oben, aber wir haben uns nicht richtig belohnt“, blickt Geschäftsführer Alexander Gleis zurück. „In Zwenkau wollten die Jungs den Bock unbedingt umstoßen, das hat man von der ersten Minute an gespürt. Mit dieser Einstellung sollten wir auch in Glauchau zu Werke gehen“, ergänzt der 44-Jährige. (js)