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Freitag, 11.08.2017 Kommentar

Gratwanderung am Elbufer

Peter Hilbert über den Flutschutz für Dresden.

Peter Hilbert, Redakteur der SZ.
Peter Hilbert, Redakteur der SZ.

© Wolfgang Wittchen

Dresdens Lage am Fluss hat viele Vorteile. Den schönen Elbblick, die Idylle an den Uferwiesen und nicht zuletzt die direkte Dampfer-Verbindung in die Sächsische Schweiz. Doch die Kehrseite hat Dresden bei den Jahrhundertfluten 2002 und 2013 gespürt. Der Mensch hat zwar vieles erreicht. Die Naturgewalten kann er aber nicht beherrschen, sondern sich höchstens vor ihnen schützen. Das ist eine Gratwanderung. Die Elbe komplett einzumauern oder mit Deichen zu schützen, könnte keiner bezahlen. Einen Schönheitspreis würde es dafür sicher auch nicht geben.

Also sind oft Lösungen gefragt, bei denen Fingerspitzengefühl nötig ist. Die versenkbaren Fluttore in der Innenstadt sind sicher eine davon. Deutlich schwieriger ist das schon in Laubegast. Die Anwohner genießen den Blick zur Elbe. Den wollen sie auch künftig haben, obwohl die Jahrhundert-Hochwasser 2002 und 2013 das Laubegaster Ufer überflutet hatten. Deshalb wäre nach der langen Diskussion eine Lösung mit mobilen Wänden ein guter Kompromiss. Die große Frage ist nur, wann sie kommt.

An vielen anderen Stellen haben Stadt und Land die Gratwanderung gut gemeistert, bereits einen sinnvollen Flutschutz geschaffen.

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