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Dienstag, 02.01.2018

Gewalt geht gar nicht

SZ-Redakteurin Franziska Klemenz über den Angriff von Dresdner Autonomen auf eine Frauen-Studentenverbindung.

SZ-Redakteurin Franziska Klemenz
SZ-Redakteurin Franziska Klemenz

© Philip Nürnberger

Rechtes Gedankengut ist eine Gefahr für die Demokratie. Keine Frage. Ein Virus, der entdeckt und bekämpft werden muss, ehe er unsere Gesellschaft mit seinen diktatorischen Wesenszügen infiziert. Wer rechtsextremes Gedankengut aber mit Gewalt bekämpft, begeht selbst Unrecht. Und vermittelt obendrein den Eindruck, es gebe keine Argumente gegen rechts.

Wer die Frauen in jener Nacht am Albertplatz angegriffen hat, wer die Plakate auf dem Campus verteilt hat, das waren keine Kämpfer für Gerechtigkeit und Menschlichkeit. Sie haben ausgegrenzt. Und damit mal wieder Fronten verhärtet. Schubladendenken nach Freund-Feind-Unterscheidung bringt die Gesellschaft nicht weiter. Gespräche, Aufklärung, moralische Vorbilder und – wenn nötig – rechtsstaatliche Sanktionen sind die einzigen Mittel, die gegen rechtes und jedes andere extremistische Denken eingesetzt werden dürfen.

Wer mit Gewalt kämpft, greift nicht nur die Rechten an. Sondern vor allem unseren Rechtsstaat.

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