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Montag, 16.04.2018

Gemeinde und Agrargesellschaft tauschen Grundstücke

Auf dem Gelände des ehemaligen Zentralhofs in Ruppendorf beabsichtigt die Gemeinde, eine Kita zu bauen. Dafür braucht sie viel Platz.

Von Anja Ehrhartsmann

© Grafik: SZ

Ruppendorf. Bei zwei Gegenstimmen hat der Klingenberger Gemeinderat jüngst beschlossen, mit der Agrargesellschaft Ruppendorf ein Grundstück zu tauschen. Grund dafür ist die Absicht der Gemeinde, auf dem Gelände des ehemaligen Zentralhofs in Ruppendorf eine Kindertagesstätte zu bauen. Diese Fläche gehört zwar schon der Gemeinde. Doch zwischen dem Hofweg, der als Erschließungsstraße genutzt werden soll, und dem Gemeindegrundstück liegt das Flurstück 934, das der Agrargesellschaft Ruppendorf gehört. Um bei der Planung möglichst variabel zu sein, den nötigen Platz für Parkmöglichkeiten zu haben und außerdem eine öffentliche Anbindung zu gewährleisten, zog die Gemeinde in Erwägung, das Grundstück der Agrargesellschaft einzubeziehen, sagte Bürgermeister Torsten Schreckenbach (BfK). Nach Abstimmung mit der Agrargesellschaft ergab sich der Tauschvorschlag.

Wie aus der Sitzungsvorlage hervorgeht, ist das Flurstück 934 knapp 4 200 Quadratmeter groß und war bis vor einigen Jahren mit einer Scheune und einer Siloanlage bebaut. Beides wurde bis auf die Grundmauer beziehungsweise Bodenplatte abgerissen. Das Grundstück wird größtenteils als Dauergrünland genutzt. Etwa ein Drittel ist Lager- und Parkplatz. Nach baurechtlicher Bewertung ist das Grundstück etwa 26 500 Euro wert. Im Gegenzug bekommt die Agrargesellschaft das Flurstück 209/2. Das Stück Land liegt quasi auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Das Grundstück ist unterteilt in Wiese und Gartenland, außerdem stehen dort acht Garagen. Für die 5 770 Quadratmeter ergibt sich ein Grundstückswert von rund 24 100 Euro. Die Differenz von rund 2 400 Euro bezahlt die Gemeinde gesondert.

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