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Donnerstag, 04.01.2018 Gut zu wissen

Gemeinde reagiert auf Kindersegen in Rathewalde

Der Kindergarten ist noch fast neu. Doch schon müssen die Bauarbeiter wieder ran.

Von Anja Weber

© Symbolbild: Baldauf

Hohnstein. Die Krippenplätze im Rathewalder Amselnest sind gefragt. Erst vor wenigen Monaten sind die Kinder in die neuen Räume im Dorfgemeinschaftshaus eingezogen. Doch schon nach kurzer Zeit sind wieder die Handwerker da. Und das ist für den Hohnsteiner Ortsteil durchaus Grund zur Freude. Denn die Einrichtung benötigt mehr Plätze für Krippenkinder. Deshalb musste einiges umgebaut werden. Während für Kindergartenkinder problemlos auch Räume der Krippengruppen genutzt werden können, geht das andersherum nicht. Da hat der Gesetzgeber eindeutige Regeln festgelegt. Und die hat die Stadt Hohnstein in den letzten Wochen auch umgesetzt. Im Herbst 2017 haben die Arbeiten begonnen. So wurden bis jetzt unter anderem zwei Wände durchbrochen, um neue Türen einzusetzen. Außerdem musste das Krippenbad umgebaut werden, einschließlich der Sanitärinstallation und neuen Türen. Darüber hinaus schließen sich noch Malerarbeiten an. Experten werden dann den Fußboden in diesen Bereichen erneuern. Auch der Spielplatz muss für mehr Krippenkinder umgestaltet werden. Die Stadt möchte in der ASB-Einrichtung dann sechs neue Krippenplätze anbieten. Damit kann die Kapazität von bislang sechs auf zwölf verdoppelt werden. Der Umbau kostet insgesamt an die 20 000 Euro. Die Stadt Hohnstein bekommt Fördermittel vom Bund in Höhe von 15 000 Euro und vom Landkreis 1 500 Euro.

Noch vor einigen Jahren sah die Situation in Rathewalde ganz anders aus. Aufgrund mangelnder Kinder stand die Einrichtung gar auf der Kippe. Es hatte sich ein Förderverein gegründet, der sich um den Erhalt die Einrichtung bemühte und zum Beispiel einen Spielplatz baute, damit die Kinder überhaupt ein Freigelände haben. Mit dem Umzug in das neue Dorfgemeinschaftshaus haben sich die Bedingungen für Kinder und Erzieher verbessert und offenbar überzeugt das auch viele Eltern, ihren Nachwuchs im Rathewalder Amselnest betreuen zu lassen.