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Freitag, 29.12.2017

Geld für Obergurigs alte Schmiede

Das Haus an der Schulstraße wird seit 2015 schrittweise saniert. Jetzt wird die letzte große Etappe vorbereitet.

In Obergurig wird jetzt die alte Schmiede saniert.
In Obergurig wird jetzt die alte Schmiede saniert.

© Uwe Soeder

Obergurig. Im Lauf des nächsten Jahres wird an der alten Schmiede in Obergurig wieder gebaut. Der Förderverein, der sich für den Erhalt des denkmalgeschützten Objektes an der Schulstraße einsetzt, kann für die noch ausstehenden Arbeiten mit Fördermitteln rechnen. Das Gremium, das in der Region Bautzener Oberland über die Verteilung der Gelder aus dem europäischen Leader-Programm entscheidet, hat für das Vorhaben ein positives Votum abgegeben, sagt Obergurigs Bürgermeister Thomas Polpitz (CDU), der zugleich Vorsitzender des Fördervereins für die alte Schmiede ist.

Geplant ist die Erneuerung von Fenstern, Türen, Heizung, Elektro- und Sanitärinstallation im früheren Wohnhaus der alten Schmiede. „Der Bauantrag ist bereits eingereicht“, so Polpitz. Die Arbeiten sind der letzte Bauabschnitt, um das Haus wieder nutzen zu können. Es handelt sich um eins der ältesten Gebäude von Obergurig und auch eins der letzten Umgebindehäuser im Ort. Jahrelang hat es leer gestanden. Dann wollte es der Bautzener Holzhaus-Verein sanieren, doch daraus wurde nichts.

Nach kontroverser Diskussion im Gemeinderat hat schließlich die Gemeinde vor zwei Jahren die Immobilie, zu der noch die angebaute Schmiedewerkstatt und ein Schuppen gehören, übernommen. Als Erstes wurden die zur Rettung des Hauses dringendsten Arbeiten veranlasst. So wurden marode Balken ausgetauscht, das Fachwerk im Obergeschoss erneuert und die zwischenzeitlich angebrachten provisorischen Stützen durch fachmännisch hergestellte und für Umgebindehäuser typische Säulen ersetzt. In diesem Jahr wurden nun die Dächer neu gedeckt. Einiges haben die Mitglieder des Fördervereins in Arbeitseinsätzen auch selbst erledigt.

Künftig soll die Schmiede öffentlich genutzt werden. Besucher können dann auch sehen, wie ein Schmied früher gearbeitet hat. Denn die Werkstatt wird demnächst durch den Heimatverein wieder mit dem original erhaltenen Handwerkszeug eingerichtet. Das sollte eigentlich schon dieses Jahr passieren, hat sich aber laut Polpitz wegen der Arbeiten am Dach etwas verzögert. (SZ/MSM)

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