• Einstellungen
Donnerstag, 14.09.2017

Geisterauftritt zur Kulturnacht

SZ im Gespräch mit Alberttreff-Chef Uwe Naumann über die Vorbereitung, die Partner und das Flair der Veranstaltung.

Bild 1 von 2

Ein Geist tritt auf im Schauspiel „Wunschsee“, das die Kindergruppe der Spielbühne um 18 Uhr zum Auftakt der Kulturnacht am Samstag im SkZ Alberttreff erstmals darbietet.
Ein Geist tritt auf im Schauspiel „Wunschsee“, das die Kindergruppe der Spielbühne um 18 Uhr zum Auftakt der Kulturnacht am Samstag im SkZ Alberttreff erstmals darbietet.

© Kristin Richter

Uwe Naumann
Uwe Naumann

© Klaus-Dieter Brühl

Herr Naumann, am Sonnabend erlebt Großenhain seine vierte Kulturnacht. Wie hat sich dieses Format im Laufe der Jahre entwickelt?

Gut, aber die Kulturnacht ist noch kein Selbstläufer. Da sie nur aller zwei Jahre stattfindet, sind manche Interessenten noch nicht wieder mit dem Prozedere vertraut: Man kauft sich ein Bändchen für fünf, Kinder drei Euro, und kann dann alle Spielstätten besuchen, die im halbstündigen Wechsel Theatralisches und Musikalisches bieten. Besucher kommen auch von außerhalb, sogar aus Dresden. Allerdings ist außerhalb von Großenhain die Wirkung der umfangreichen Werbung leider nicht so gegeben. Vielleicht müssen wir die Veranstaltungsflyer noch breiter verteilen.

Gibt es Partner und Sponsoren von Anfang an?

Die Stadt bzw. der Alberttreff als Veranstalter werden seit der ersten Kulturnacht vom EZG und der Sparkasse und auch vom Kulturraum unterstützt. Dafür sind wir dankbar. Sponsor der ersten Stunde ist auch das Peugeot-Autohaus Großenhain. Als Partner in den neun Spielstätten haben wir Vereine und städtische Einrichtungen. Da gibt es auch immer mal einen Wechsel. So hätten wir dieses Jahr gern wieder in die Hayner Tonne an der Gabelsberger Straße eingeladen. Aber dort wird ja gerade gebaut.

Wie entfaltet sich das Flair der Veranstaltung?

Man sollte nicht den Ehrgeiz haben, alles zu sehen – das ist nicht zu schaffen. Wichtig ist uns eine breite Auswahl, bei der sich jeder sein Abendprogramm selbst zusammenstellen kann. Die Künstler sind Profis und Laien, Großenhainer und Akteure aus dem näheren Umfeld. Manche waren schon mal da, erfreuen aber nun mit neuem Programm. Die Mischung wechselt.

Ein schöner Einstieg ist auch gleich nach der Eröffnung um 18 Uhr eine Premiere der Kindergruppe der Spielbühne. Der Nachwuchs übt schon lange für den großen Auftritt. Zum Flair gehört die Gastronomie, die überall von den Gastgebern angeboten wird. Außerdem sind wir stolz, einen Kleinbusservice ab 18.45 Uhr bis zum Veranstaltungsende gegen 23 Uhr zur Verfügung stellen zu können. Die gut beleuchteten Haltestellen sind der Alberttreff, der Steinweg, der Schlossplatz und der Kirchplatz.

Der Eintrittspreis ist seit der ersten Kulturnacht konstant, der Busshuttle ist inclusive. Wie kann so viel Kultur für wenig Geld geboten werden?

Neben den finanziellen Unterstützern auch durch ganz viel ehrenamtlichen Einsatz. Viele Künstler und alle Helfer machen unentgeltlich bei der Kulturnacht mit. Außerdem ist der Stadt das Format Kulturnacht wichtig. Die Idee haben wir ja von der Partnerstadt Öhringen übernommen. Die Spielbühne hat mit diesem Vorschlag den Zschillepreis 2010 zur Entwicklung des äußeren Stadtrings gewonnen. Den Geist von damals wollen wir lebendig halten.

Gespräch: Kathrin Krüger-Mlaouhia