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Mittwoch, 03.01.2018

Gefiederte Gäste am Futterhäuschen zählen

Naturschutzbund Sachsen ruft zur bundesweiten Mitmachaktion „Stunde der Wintervögel“ vom 5. bis 7. Januar 2018 auf. Jeder kann sich beteiligen.

Da es laut Wetterbericht mit Schnee im Zählzeitraum 5. bis 7. Januar in Hoyerswerda nichts wird, möchten wir zur NABU-Mitmach-Aktion „Stunde der Wintervögel“ wenigstens einen Vogel im verschneiten Geäst zeigen – eine Haubenmeise. Vielleicht sehen Sie ja am Wochenende eine in natura? Dann bitte melden!
Da es laut Wetterbericht mit Schnee im Zählzeitraum 5. bis 7. Januar in Hoyerswerda nichts wird, möchten wir zur NABU-Mitmach-Aktion „Stunde der Wintervögel“ wenigstens einen Vogel im verschneiten Geäst zeigen – eine Haubenmeise. Vielleicht sehen Sie ja am Wochenende eine in natura? Dann bitte melden!

© Frank Derer

Vorsichtiger Optimismus beim Naturschutzbund (NABU): „Nachdem im vergangenen Winter ungewöhnlich wenige Vögel in Gärten und Parks bei der «Stunde der Wintervögel» gesichtet worden waren, deuten erste Beobachtungen darauf hin, dass in diesem Jahr wieder mehr gefiederte Gäste an die Futterhäuschen kommen.“ Um hierzu umfassende und repräsentative Daten zu gewinnen, hofft der NABU, dass sich möglichst viele Naturfreunde bei der Mitmach- (Zähl-) Aktion „Stunde der Wintervögel“, die bundesweit vom 5. bis zum 7. Januar 2018 stattfindet, engagieren: „Der NABU Sachsen ruft wieder alle sächsischen Vogelfreunde auf, sich an der Aktion zu beteiligen. Je mehr Naturfreunde an der «Stunde der Wintervögel» teilnehmen, desto wertvoller werden die ermittelten Ergebnisse.“

Bei der letzten „Stunde der Wintervögel“ im Januar 2017 gab es in Sachsen eine Rekordbeteiligung: Fast 6 800 Vogelfreunde sichteten im Freistaat insgesamt 107 Arten und zählten über 170 000 Vögel. Der Haussperling war in Sachsen wieder der am häufigsten beobachtete Wintervogel, gefolgt von Amsel, Kohlmeise, Feldsperling, Blaumeise sowie Grünfink, Elster, Rabenkrähe, Saatkrähe und Buchfink.

Eine Stunde Zählzeit

Im Durchschnitt 17 % weniger Vögel beobachteten die Teilnehmer bundesweit im Winter 2017 im Vergleich zu den Vorjahren. Pro Garten ließen sich im Schnitt rund 34 Vögel und acht verschiedene Arten sehen – sonst liegt der Schnitt bei etwa 41 Individuen aus neun Arten. Vor allem bei den häufigen Wintervögeln wie Meisen, Kleiber und Kernbeißer wurden die niedrigsten Zahlen seit Beginn der Aktion 2011 gemeldet. „Das hatte wahrscheinlich mit dem Nahrungsangebot zu tun“, sagt NABU-Vogelschutzexperte Marius Adrion. „Vermutlich gab es in Polen, dem Baltikum und Russland im vergangenen Winter so viel zu fressen, dass Vögel, die sonst zu uns kommen, dort überwintert haben.“ In diesem Jahr deute sich aber an, dass wieder mehr Vögel in Deutschland überwintern.

Die Wintervogelzählung funktioniert ganz einfach: Von einem ruhigen Beobachtungsplätzchen aus (am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park) wird von jeder Art die höchste Anzahl Vögel notiert, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig zu sehen waren. Das vermeidet Doppelzählungen. Die Beobachtungen können bis zum 15. Januar im Internet (Adresse siehe unten) gemeldet werden. Zudem ist für telefonische Meldungen am 6. und 7. Januar jeweils von 10 bis 18 Uhr die kostenlose Rufnummer  0800 1157115 geschaltet. Das pure Interesse und die Freude an der Vogelwelt reichen zur Teilnahme aus, eine besondere Qualifikation ist für die Wintervogelzählung nicht nötig. (red/JJ)