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Donnerstag, 07.12.2017

Gasheizung in der Zukunft

Obwohl es sich bei Gas um

Bildautor: Karsten Paulick
Bildautor: Karsten Paulick

einen fossilen Energielieferanten handelt, ist die Gasheizung in Deutschland mit großem Abstand die am weitesten verbreitete Heizungsart. Die Gasheizung kann in jedem zweiten Haushalt gefunden werden und kommt auch in jedem zweiten Neubau zum Einsatz. Dies verwundert wenig, da Gas in Kombination mit den neuesten Gasthermen einen besonders hohen Effizienzgrad liefern kann und zu dem preiswerter als andere Energiequellen ist. Obwohl für eine Gasheizung fossiler Brennstoff benötigt wird, bleibt diese Heizungsart auch in Zukunft interessant. Zudem kann im Zuge einer Modernisierung oder Sanierung sehr einfach eine Gasheizung verbaut werden.

Kosten und weitere Vorteile

Die Anschaffungskosten für eine Gasheizung sind je nach Einsatzort und benötigter Heizleistung unterschiedlich hoch. Die durchschnittlichen Kosten liegen in etwa zwischen sechs bis neun Tausend Euro. Ein Vergleich der Installateure lohnt sich hierbei mindestens genau so viel wie ein Preisvergleich der Gastarife. Eventuell sollte auch über die etwas kostenintensivere Anschaffung einer Brennwerttechnik nachgedacht werden. Diese Technik sorgt im Betrieb für erheblich geringere Kosten und bietet somit eine Amortisation über mehrere Jahre hinweg. Der Verbau einer Brennwerttechnik bringt meist aber auch die Notwendigkeit einer Schornsteinsanierung mit sich.

Die laufenden Kosten für eine Gasheizung setzen sich zum Einen aus dem Gaspreis in Cent pro Kilowattstunde und zum Anderen aus den Wartungs- und Instandhaltungskosten zusammen.

Neben dem wohl wichtigsten Faktor, den Kosten, bietet aber eine Gasheizung noch viele weitere kleine Vorteile. Besonders in kleine Wohnungen ist diese interessant, da eine solche Anlage nur wenig Platz beansprucht. Gegenüber einer Ölheizung ist diese Heizungsart nahezu umweltschonend und belastet diese weitaus weniger stark.

In Kombination mit erneuerbaren Energien

Ein Heizungssystem welches auf Gas setzt, lässt sich zu dem hervorragend mit erneuerbaren und somit umweltfreundlichen Energien kombinieren. Durch die Verwendung von Hybridheizsystem steigen zwar die Anschaffungskosten, die laufenden Kosten können aber stark gesenkt werden. Besonders beliebt ist die Kombination einer Gasheizung mit einer Solarthermieanlage. Durch ein solches Hybridheizungssystem kann tagsüber die Sonnenwärme genutzt werden, um Heißwasser oder auch Heizenergie einzufangen. Um die Energie speichern zu können, ist allerdings ein großer Wasserboiler vonnöten. Das Heißwasser kann anschließend für die Heizung selbst oder auch für ein warmes Bad oder eine Dusche herangezogen werden. Sollte die Sonne einmal nicht kräftig genug sein, springt die Gasheizung nahtlos ein. Über ein Jahr gerechnet kann mit einem solchen Hybridheizsystem bis zu 20 Prozent Heizkosten eingespart werden. Die Investitionskosten verdoppeln sich bei der Anschaffung eines Hybridsystems zwar, dies fällt aber dank staatlicher Förderungen weniger ins Gewicht. Besonders bei der Anschaffung eines Brennwertkessels stehen weitere attraktive Fördergelder bereit. Die Amortisationszeit beträgt hierdurch in etwa sieben bis zehn Jahre.

Auch die Kombination mit einer Wärmepumpe wäre möglich. Die Anschaffungskosten einer Erd-, Wasser- oder Luftwärmepumpe liegen aber preislich deutlich über der Solarthermie. Dennoch empfiehlt sich der Einsatz einer Wärmepumpe, falls das Dach des Hauses nicht für den Einsatz einer Solarthermieanlage geeignet ist.

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