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Dienstag, 02.01.2018

Gartenkonzept für die Glasmacherstadt in Arbeit

Die Einwohnerzahl in Weißwasser ist in den vergangenen Jahren stetig gesunken. Es bleiben viele Gärten ungenutzt. Was also tun? Das erklärt OB Torsten Pötzsch.

Von Christian Köhler

Torsten Pötzsch, Oberbürgermeister der Stadt Weißwasser
Torsten Pötzsch, Oberbürgermeister der Stadt Weißwasser

© jens trenkler

Immer mehr Parzellen stehen bei den Gartenvereinen in Weißwasser leer. Die Bevölkerung wird immer älter und angestammte Kleingärtner können ihr Kleinod nicht mehr bewirtschaften. In der Folge geben sie Gärten ab, die nun leer stehen. Bereits im vergangenen Jahr hat die Stadtverwaltung deshalb Kontakt zum Regionalverband der Kleingärten in Weißwasser aufgenommen, um über ein Konzept für die Gärten in den nächsten Jahren zu diskutieren. Allerdings ist es gar nicht so einfach, festzustellen, wem welcher Garten und das dazugehörige Land gehört. Im Zuge der Wiedervereinigung wurden nach SZ-Informationen einige Gärten und auch Gartensparten veräußert. Andere wiederum gingen in privaten und städtischen Besitz über.

„Wir haben 2017 deshalb erst einmal den Bestand der Kleingärten in der Stadt aufgenommen“, erklärt Weißwassers Oberbürgermeister Torsten Pötzsch (Klartext) nun der SZ. Dabei habe sich gezeigt, dass es Grundstücke gibt, die laut Stadtverwaltung zwar als Gartenland genutzt werden, wofür die Eigner aber zu wenig oder sogar gar keine Pacht gezahlt haben. „Wir sind deshalb nun intensiv mit den Pächtern in Gesprächen“, so Pötzsch.

Die Stadt möchte – gerade in den Außenbezirken – leer stehende Gärten nicht mehr verpachten und so in den kommenden Jahren die Anzahl der Parzellen reduzieren. „Ein entsprechendes Konzept wird dafür erarbeitet“, erklärt das Stadtoberhaupt. Ziel sei es, die etwa 56 Vereine mit den gut 2000 Parzellen mit ins Boot für das Konzept zu nehmen. Ist dieses aufgestellt, ließen sich möglicherweise Fördermittel für den Rückbau – ähnlich wie bei dem Wohnungs- und Garagenrückbau – beantragen, hieß es.