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Mittwoch, 03.01.2018

Frust am Neujahrstag

Wieder ist der Ansturm auf den Schlosstriathlon im Juni riesig. Der Server bricht zusammen. Es gibt aber eine zweite Chance.

Von Michaela Widder

Organisationschef Reiner Mehlhorn kann den Ärger der Triathleten gut verstehen.
Organisationschef Reiner Mehlhorn kann den Ärger der Triathleten gut verstehen.

© ronaldbonss.com

Der erste Tag des neuen Jahres wird für Reiner Mehlhorn gleich zur Herausforderung. Am Abend quillt das E-Mail-Postfach über, das Handy klingelt ständig, und die Nachrichten auf der Facebook-Seite sind alles andere als freundlich. Denn als pünktlich 18 Uhr am Neujahrstag das Anmeldeportal für den 16. Schlosstriathlon in Moritzburg öffnen sollte, funktionierte so gut wie nichts mehr. „Wir sind genauso frustriert wie die Sportfreunde vor dem PC. Unsere Veranstaltung steht für Qualität. Dazu gehört auch die Anmeldung“, sagt Cheforganisator Mehlhorn selbstkritisch.

Schon im vorigen Jahr hatte es technische Probleme gegeben, daraufhin wechselte der Veranstalter zu einem professionellen Anbieter. „Der Ansturm war zu groß, es gab wohl 5 000 Zugriffe pro Minute“, erklärt der 61-Jährige. Zwar konnten die Interessenten anfangs die Daten ausfüllen, warteten allerdings vergeblich auf eine Bestätigung. Später wurde der überlastete Server offline geschaltet.

Der Schlosstriathlon, der in diesem Jahr am 10. und 11. Juni stattfindet, ist eine der beliebtesten Veranstaltungen unter Ausdauerdreikämpfern weit über Sachsens Grenzen hinaus. Das Besondere: Er wird allein von Ehrenamtlichen auf die Beine gestellt – und das mit viel Herzblut. „Wir sind seit fünf Jahren ausgebucht“, erklärt Mehlhorn, der bei seinem Triathlon wohl dreimal so viele Teilnehmer haben könnte. Doch mit dem Schlossparkplatz als Wechselzone sind die Platzkapazitäten begrenzt. Am begehrtesten ist die Halbdistanz über 1,9 km Schwimmen, 90 km Rad und Halbmarathon. Dafür sind die Startplätze (355 im Einzel und 75 in der Staffel) in wenigen Minuten vergriffen. Schnell muss man also nicht nur auf der Strecke sein, sondern bereits beim Anmelden am 1. Januar.

Durch die erheblichen Probleme in diesem Jahr wird das Anmeldefenster am 16. Januar um 16 Uhr ein zweites Mal geöffnet. „Jeder hat noch die Chance“, verspricht Mehlhorn. „ Wir haben bisher nur etwa die Hälfte der Startplätze vergeben, sodass jede Disziplin noch buchbar ist.“

Selbst, wer dann kein Glück haben sollte, kann sich auf die Warteliste setzen lassen. Wie Mehlhorn mittlerweile weiß, melden sich rund 20 Prozent der Teilnehmer aus gesundheitlichen Gründen im Vorfeld wieder ab.

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