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Freitag, 13.10.2017

Frische Ideen fürs Jubiläums-Sommerfest gesucht

Die Rothenburger Stadträte beschließen für 2018 eine dreitägige Feier. Dabei stützen sie sich auf ein eindeutiges Bürgervotum.

Von Frank-Uwe Michel

Auf das traditionelle Feuerwerk will auch beim dreitägigen Sommerfest niemand verzichten. Wahrscheinlich findet es Sonntagabend statt.
Auf das traditionelle Feuerwerk will auch beim dreitägigen Sommerfest niemand verzichten. Wahrscheinlich findet es Sonntagabend statt.

© SZ-Archiv/André Schulze

Rothenburg. So schnell werden im Rothenburger Stadtrat sicherlich nur wenige Entscheidungen getroffen. Doch die unter dem Titel „Durchführung des traditionellen Rothenburger Sommerfestes im Jahr 2018“ stehende Beratung und Beschlussfassung wurde am Mittwochabend kurzerhand auf das Heben der Arme reduziert: Lediglich eine Enthaltung gab es. Deshalb steht nun fest: Die Feiern werden sich im nächsten Jahr über drei Tage vom 3. bis 5. August erstrecken.

Dabei hatten es die Bürger der Neißestadt ihren Räten aber auch leicht gemacht. Denn am 24. September waren sie zeitgleich zur Bundestagswahl um ihre Meinung gebeten worden, ob das Sommerfest künftig drei oder wie bisher vier Tage lang gefeiert werden soll. Das Votum der stimmberechtigten Einwohner war eindeutig: 1 872 hatten für die verkürzte Variante gestimmt, lediglich 609 für die Beibehaltung des Festes von Freitag bis Montag. Zuletzt war die Schere zwischen steigenden Kosten auf der einen und sinkenden Gästezahlen auf der anderen Seite immer weiter auseinandergegangen.

In den nächsten Wochen und Monaten geht es nun darum, im Jahr des 750. Stadtgeburtstages ein besonderes Sommerfest auf die Beine zu stellen. Hartmut Steinert: „Auch wenn wir vielleicht ein bisschen spät dran sind, werden wir jetzt richtig ranklotzen“, unterstreicht das Mitglied des Festbeirates, das zugleich auch Stadtrat und stellvertretender Bürgermeister ist. Nun gebe es endlich Planungssicherheit, deshalb könne man „Nägel mit Köpfen“ machen. Schon in Kürze soll es eine Zusammenkunft mit Vereinsvertretern aus Rothenburg geben, um zu erfahren, welche Ideen es von dieser Seite zur Gestaltung des Festes gibt. „Wir möchten unter anderem herausbekommen, wie sich die Vereine beim Umzug präsentieren wollen und ob sie einen historischen Teil befürworten“, sagt Steinert zum Ziel der Bemühungen. Auch die Verpflichtung von Künstlern müsse nun bald angegangen werden.

Traurig stimmt ihn dagegen der Zeitverzug beim Aufstellen der angedachten Willkommensschilder. Bereits im Frühjahr war festgelegt worden, dass an den Einfallsstraßen aus Richtung Görlitz, Horka, Uhsmannsdorf und Lodenau auf Pfählen befestigte stabile Tafeln angebracht werden sollen, um für das Jubiläumssommerfest im nächsten Jahr zu werben. Getan hat sich dazu bisher offenbar nichts. Eigentlich war das Aufstellen der Schilder für September oder Oktober 2017 angedacht. Der Clou bei der Idee: Die Tafeln sollen derart hergestellt werden, dass nach dem Ende des Sommerfestes auch für andere Anlässe geworben werden kann. Bürgermeisterin Heike Böhm sicherte nun zu, zügig fortzufahren und in der nächsten Woche die Rückmeldungen der teils privaten, teils öffentlichen Eigentümer der Flächen einzuholen, auf denen die Schilder aufgestellt werden sollen.

Über das Sommerfest hinaus, das zweifellos den Höhepunkt im Jubiläumsjahr darstellt, will Rothenburg noch anderweitig zum Feiern einladen. Hartmut Steinert: „Wir hoffen, dass wir in jedem Monat eine Veranstaltung haben werden - mit dem Erntedankfest als krönenden Abschluss.“

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