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Freitag, 19.05.2017

Finanzielle Unterstützung für Medizinstudenten

Das Fachkrankenhaus Hochweitzschen gewährt ein Darlehen von 300 Euro im Monat. Das soll Interesse beim Arztnachwuchs wecken.

© Symbolfoto/dpa

Hochweitzschen. Das Fachkrankenhaus Bethanien Hochweitzschen geht einen für die Region außergewöhnlichen Weg, um junge Assistenzärzte zu gewinnen. Es bietet fachliche und finanzielle Unterstützung an.

„Wir unterstützen Medizinstudenten mit monatlich 300 Euro für zwölf Semester“, so der Ärztliche Direktor des Fachkrankenhauses Dr. Rudolf Lehle. Das Darlehn muss nicht zurückgezahlt werden, wenn die Mediziner im Gegenzug nach dem Studium fünf Jahre als Assistenzarzt im Fachkrankenhaus arbeiten. In dieser Zeit können sie ihre Facharztausbildung zum Psychiater ablegen. Fachliche Unterstützung gibt es dafür ebenfalls vom Krankenhaus.

„Das Angebot gilt auch für Quereinsteiger und nicht nur für Studienanfänger“, so Lehle. Er hofft, dass sich jedes Jahr zwei Medizinstudenten finden, die dieses Angebot annehmen. „Das Fachkrankenhaus Hochweitzschen betrachtet es als selbstverständliche Aufgabe, Studenten der Medizin die Möglichkeit zu geben, erste praktische Erfahrungen in ihrem künftigen Beruf zu sammeln“, sagte der Ärztliche Direktor. Deshalb werde den Studenten angeboten, in Bethanien ein Pflegepraktikum oder eine Famulatur zu absolvieren. „Das Fachkrankenhaus verfügt über die volle Weiterbildungsermächtigung im Fachgebiet der Psychiatrie und Psychotherapie sowie auf dem Gebiet der Geriatrie über ein Jahr, so Lehle. Damit stünde dem Abschluss als Facharzt nichts entgegen. Wer Interesse an dieser fachlichen und finanziellen Unterstützung habe, kann sich beim Ärztlichen Direktor melden.

„Wir wollen mit diesem Angebot junge Mediziner für unser Fachkrankenhaus interessieren. Uns ist bewusst, dass wir mit den Zentren wie Leipzig und Dresden nicht konkurrieren können. Aber die Region und wir als Fachkrankenhaus haben etwas zu bieten“, so Lehle. Er nennt die gute Anbindung zu den Autobahnen nach Leipzig, Dresden und Chemnitz. Döbeln habe ein Schwimmbad, ein Theater, ein Kino und viel Kultur. Es gibt Kita-Plätze, Grund- und weiterführende Schulen. Der Ärztliche Direktor hebt die reizvolle Kulturlandschaft in Mittelsachsen besonders hervor. Und wer will, könne sogar im parkähnlichen Gelände in Hochweitzschen eine Wohnung beziehen.

„Es ist uns wichtig, möglichst Abiturienten aus der Region für das Medizinstudium und den Beruf des Psychiaters zu interessieren. Sie haben hier ihre Wurzeln und es ist dadurch sicher einfacher, sie für den Standort zu begeistern“, sagte Dr. Rudolf Lehle.

Zurzeit arbeiten an den drei Standorten des Fachkrankenhauses 15 Ärzte. Damit auch künftig die Versorgung der Patienten sichergestellt werden kann, werden junge Mediziner benötigt. (DA/je)

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