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Donnerstag, 17.05.2018

Feralpi bleibt auf Feuerwehrkosten sitzen

Angelieferte Stahlspäne hatten sich plötzlich entzündet. Die Analyse des Falls gestaltete sich schwieriger als gedacht.

Von Christoph Scharf

Das blieb übrig: So sah der Haufen Stahlspäne aus, in dem ein Brand ausgebrochen war.
Das blieb übrig: So sah der Haufen Stahlspäne aus, in dem ein Brand ausgebrochen war.

© Archiv/Feralpi

Riesa. Ein Zwischenfall im Stahlwerk hatte am Freitag, 13. April, für Aufsehen gesorgt: Da hatte es aus einer Schrottgrube in einer Feralpi-Halle erst gequalmt. Als ein Bagger mit seiner Greifzange hinein griff, war eine große Stichflamme hervorgeschossen (SZ berichtete). Ursache war offenbar, dass die angelieferten Metallspäne verunreinigt waren – wohl mit entzündlichen Chemikalien. Feralpi hatte das Material nach dem Löschen des Brands analysieren lassen. „Fest steht, dass weder Magnesium, Aluminium oder Natrium gebrannt haben“, sagt Umweltbeauftragter Mathias Schreiber. Demnach habe es sich nicht um einen Metallbrand gehandelt.

Welche Stoffe tatsächlich für den Zwischenfall verantwortlich waren, habe man aber nicht mehr herausfinden können – durch den Löschwasser-Einsatz blieben keine verwertbaren Spuren übrig.

Damit lässt sich auch der Lieferant und damit der Verursacher des Brands nicht mehr ermitteln. „Auf den Feuerwehrkosten werden wir wohl sitzenbleiben“, sagt der Feralpi-Mitarbeiter. Bislang sei aber noch keine Rechnung der Feuerwehr eingegangen.