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Dienstag, 12.09.2017

Falschtanker noch ein Versicherungsfall

Nachdem ein BMW-Fahrer Benzin in den Regenkanal pumpte, kann es nun Monate dauern, bis alles geklärt ist.

Von Catharina Karlshaus

Am 19. August war ein schwedischer Staatsbürger auf die Idee gekommen, fast 90 Liter Benzin aus dem Tank seines BMW X5 in eine Regenentwässerung bei Burger King abzulassen.
Am 19. August war ein schwedischer Staatsbürger auf die Idee gekommen, fast 90 Liter Benzin aus dem Tank seines BMW X5 in eine Regenentwässerung bei Burger King abzulassen.

© Roland Halkasch

Thiendorf. Ein wenig Geduld ist also noch von Nöten: Laut Havariekommissar Dieter Leonhardt wird es wohl etwas dauern, bis alle Angelegenheiten im Falle des Thiendorfer Falschtankers – vor allem die finanziellen – abschließend geregelt seien. Noch nicht alle beteiligten Feuerwehren hätten beispielsweise ihre Rechnungen eingereicht.

Zur Erinnerung: Am 19. August war ein schwedischer Staatsbürger auf die Idee gekommen, fast 90 Liter Benzin aus dem Tank seines BMW X5 in eine Regenentwässerung bei Burger King abzulassen.

Eine insgesamt gefährliche Situation, die letztlich dazu führte, dass die Bundesstraße 98 und die Auffahrt zur A 13 gesperrt werden mussten. Auch Burger King, der Netto-Einkaufsmarkt, Mc Donalds und die benachbarte Tankstelle wurden vorsorglich evakuiert. Ein großer Einsatz, bei welchem 60 Feuerwehrleute von 16 Wehren, acht Streifenwagen der Autobahnpolizei sowie der Umweltzug der Feuerwehr im Einsatz waren.

Einer, der viel Geld kostete. „Momentan schaut es aber so aus, als würden wir unter den bisher geschätzten 30 000 Euro bleiben“, sagt Dieter Leonhardt am Montag im SZ-Gespräch. Endgültig müsse das jedoch eine von Schweden aus beauftragte deutsche Versicherungsagentur klären. Das könne erfahrungsgemäß aber Monate dauern.

Erfreulich wäre das Ergebnis einer neuerlichen Vorort-Begehung Anfang September ausgefallen. „Das Kanalsystem ist unbeschadet und weitere Nachbehandlungen sind nicht notwendig“, so Leonhardt. Auch das Wasser sei entsprechend der entnommenen Proben schadensfrei.