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Donnerstag, 12.10.2017

Es riecht nach Remis

Achtmal trafen Ingolstadt und Dynamo bislang aufeinander. Der Großteil dieser Spiele endete Unentschieden. Beim Dresdner Trainer sieht das nicht anders aus.

Von Cornelius de Haas

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Beim bislang letzten Aufeinandertreffen in Dresden: Dynamos Mohamed Amine Aoudia (li.) und Sebastian Schuppan (re.) kämpfen mit den Ingolstädtern Marvin Matip (M.), D. da Costa und Bernardo de Oliveira um den Ball. Kapitän Marco Hartmann verfolgte das 1:1 am 1. September 2013 von der Bank aus.
Beim bislang letzten Aufeinandertreffen in Dresden: Dynamos Mohamed Amine Aoudia (li.) und Sebastian Schuppan (re.) kämpfen mit den Ingolstädtern Marvin Matip (M.), D. da Costa und Bernardo de Oliveira um den Ball. Kapitän Marco Hartmann verfolgte das 1:1 am 1. September 2013 von der Bank aus.

© Robert Michael

Im Oktober 2009 traf Dynamo das erste Mal auf den FC Ingolstadt. Die Partie im Tuja-Stadion endete wenig erbaulich 0:0. Aber: In den Zeiten permanenter Vereinswechsel ist es kaum zu glauben, dass mit Moritz Hartmann noch immer ein Spieler bei den Schanzern aktiv ist, der im ersten Aufeinandertreffen der beiden Vereine mit dabei war. Allerdings kam der 31 Jahre alte Mittelstürmer in dieser Saison verletzungsbedingt noch nicht zum Einsatz. Doch rechtzeitig vor dem Spiel in Dresden ist Ingolstadts Bundesliga-Rekordtorschütze wieder fit. Eigentlich. Die Woche über sei Hartmann krank gewesen, erklärte FCI-Trainer Stefan Leitl am Donnerstag. Einen Einsatz Hartmanns an der Elbe schloss er aber nicht aus.

Von den bisher acht absolvierten Spielen zwischen Dynamo und Ingolstadt endeten fünf Unentschieden – darunter die drei bislang letzten Begegnungen, die ausnahmslos 1:1 ausgingen. Zweimal verließ Ingolstadt als Sieger das Feld. Dynamo gelang der einzige Sieg in der 3. Liga – am 10. April 2010 bezwangen die Schwarz-Gelben nach Treffern von Timo Röttger und Maik Wagefeld den Gast aus Oberbayern mit 2:0.

Auch in der Bilanz von SGD-Coach Uwe Neuhaus überwiegt das Remis. In seinen bislang acht Aufeinandertreffen mit dem FCI – wenig überraschend alle mit Union Berlin – endeten vier mit einer Punkteteilung, zweimal gewannen die Eisernen, zweimal die Ingolstädter. Dagegen ist es für Stefan Leitl das erste Spiel als Trainer gegen Dynamo. In der Spielervita des 40-Jährigen stehen dagegen zwei Siege, zwei Unentschieden und eine Niederlage.

Der einzige Punkt, der statistisch betrachtet gegen ein Remis spricht: In den bisher vier Auswärtsspielen Ingolstadts gab es immer einen Sieger – zweimal war das das Leitl-Team, zweimal die Gastgeber. Überhaupt sind die Oberbayern auswärts derzeit stärker unterwegs. Nur drei Gegentore gab es bislang in der Fremde. Wenn man nun noch bedenkt, dass Dynamo bislang gerade mal bei zwei Heimtoren steht ...

Dennoch erklärt der aus Wolfsburg in die bayerische Heimat zurückgekehrte Christian Träsch: „Es ist eine sehr schwere Aufgabe, die uns dort vor beeindruckender Kulisse erwartet. Dresden ist eine spielstarke Mannschaft, die letztes Jahr eine überragende Saison gespielt haben. Bisher sind sie, ähnlich wie wir, noch nicht so richtig aus den Startlöchern gekommen. Entscheidend wird sein, über den Kampf in die Partie zu kommen, um dann das spielerische Element mit reinzubringen. Aber ich bin mir sicher, dass wir in Dresden etwas mitnehmen können und das Ziel sind ganz klar die drei Punkte!“

Mit Stefan Kutschke, dem vor der Länderspielpause sein erster Treffer für den FCI in der 2. Liga gelang, wird ein Ex-Dresdner am Samstag sicher wieder mit von der Partie sein. Dass das auch für den Ex-Kapitän Romain Bregerie gilt, ist eher unwahrscheinlich. Der Franzose absolvierte zwar die ersten fünf Saisonspiele komplett, doch in den vier Partien seither berief in Leitl dreimal nicht mehr in den Spieltagskader.

Ausfallen wird auch Tobias Schröck. Den Neuzugang von den Würzburger Kickers haben wohl alle, die es mit Dynamo halten in schlechter Erinnerung. Der 24 Jahre alte Mittelfeldspieler hatte beim 2:2 am 25. September 2016 den Endstand für die Unterfranken mit einem sehenswerten Fernschuss erzielt.

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Leser-Kommentare

Insgesamt 2 Kommentare

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  1. 555

    Da sieht man mal wieder, dass die Deutschen keine Ahnung von Statistik haben. Gerade WENN eine Statistik sich zu einer Gleichartigkeit neigt, ist die Wahrscheinlichkeit um so größer, dass das nächste Element der Reihe anders aussehen wird. Konkret gesprochen: Gerade WEIL so viele Unentschieden bisher auftraten ist es eher unwahrscheinlich, dass wieder eins herausspringt. ... wobei das nur Wahrscheinlichkeit ist ... es ist auch höchst unwahrscheinlich, dass die Einzelperson im Lotto gewinnt - und doch trifft es ja irgendwen. :-)

  2. Wui

    Hier sieht man mal, dass du keine Ahnung von "Statistik" hast, wobei man das mit den Wahrscheinlichkeiten im übrigen Stochastik nennt. Es ist egal, ob bei einem Münzwurf vorher 50 mal Zahl oder 80 mal Kopf kam, die Wahrscheinlichkeit ist jedes mal 1/2.

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