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Freitag, 21.04.2017

Erster Matchball für den Aufstieg

Der HC Elbflorenz kann drei Spieltage vor Schluss den Sprung in die 2. Handball-Bundesliga schaffen. Dafür müsste aber Leipzig Schützenhilfe leisten.

Von Alexander Hiller

Können Tjark Desler (l.) und Präsident Uwe Saegeling am Sonntag vorzeitig jubeln?
Können Tjark Desler (l.) und Präsident Uwe Saegeling am Sonntag vorzeitig jubeln?

© lutz hentschel

Der große Tag rückt immer näher. Der HC Elbflorenz könnte als Spitzenreiter der 3. Handball-Bundesliga Ost bereits am drittletzten Spieltag die Meisterschaft und den Aufstieg in die 2. Bundesliga feiern. Dafür müsste ein anderer sächsischer Verein freilich Schützenhilfe leisten, wovon normalerweise nicht auszugehen ist.

Nicht etwa, weil der LVB Leipzig die Dresdner nicht besonders gut leiden mag, sondern weil die Messestädter wohl sportlich nicht stark genug sind, um dem ärgsten Verfolger des HC Elbflorenz, Eintracht Hildesheim, ein Schnippchen zu schlagen.

Doch zunächst einmal muss der Tabellenführer seine Hausaufgaben erledigen. Am Sonnabend (17.30 Uhr, Energieverbund-Arena) empfängt das Team von Trainer Christian Pöhler den Tabellenzwölften TV Gelnhausen. Obwohl es für die Hessen, die vier Zähler vor dem ersten Abstiegsrang liegen, um jeden Punkt geht, können sich die Gastgeber gegen diesen Konkurrenten wohl nur selbst schlagen. Bereits das Hinspiel entschieden die Dresdner mit 30:25 für sich. Und seit jenem Duell am 3. Dezember 2016 sind die Elbestädter noch stärker, noch selbstbewusster, noch geradliniger geworden.

„Ich denke, dass das gesamte Team um Trainer, Co- Trainer und Mannschaft sowie alle Beteiligten drumherum wie Physiotherapeuten und Ärzte in der gesamten bisherigen Saison immer ein richtiges Gespür für die jeweilige Konstellation der Liga und der Tabelle hatten“, sagt Abwehrrecke Tjark Desler. „Und das hat sich über Ostern nicht geändert. Wir bleiben weiter hungrig auf jeden Sieg und jeden Punkt. Wir wollen die Punkte am Samstag natürlich in Dresden behalten und werden uns dafür optimal vorbereiten. Ich bin überzeugt davon, dass jeder in unserem Team geil auf den 16. Sieg in Folge ist“, betont der 26-Jährige.

Gelingt dieses Vorhaben, verteidigt der Spitzenreiter seinen Drei-Punkte-Vorsprung und kann am Sonntag (15 Uhr) ganz entspannt nach Leipzig schauen. Der Tabellen-13. ist ebenfalls auf jeden Zähler angewiesen, aber schon das 22:37 im Hinspiel in Hildesheim drückt das eindeutige Kräfteverhältnis aus. Allerdings sind die Hildesheimer bereits jetzt nicht mehr vom zweiten Tabellenplatz zu verdrängen, der ihnen einen Platz in der fälligen Aufstiegsrelegation einbringt. Eintracht-Trainer Gerald Oberbeck hatte den Dresdnern bereits nach der knappen 22:23-Niederlage seiner Mannschaft im Spitzenspiel in Dresden vor drei Wochen etwas voreilig zum Aufstieg gratuliert. Sein Kollege Christian Pöhler hatte damals dankend abgelehnt. Sollte Oberbecks Mannschaft in Leipzig nicht wenigstens einen Zähler holen, kann sich das Prozedere dann noch einmal wiederholen.

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