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Dienstag, 14.11.2017

Erste Leiharbeiter gehen bei Bombardier

Bis zu 100 trifft es bis zum Jahresende in Görlitz. IG Metall und Betriebsrat versuchen bei Jobsuche zu helfen.

Von Sebastian Beutler

Symbolbild
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© nikolaischmidt.de

Görlitz. Der Betriebsrat des Görlitzer Waggonbaus rechnet damit, dass in diesem Jahr noch 80 bis 100 Leiharbeiter das Werk verlassen müssen. Das bestätigte am Montag Betriebsratsvorsitzender René Straube gegenüber der SZ. Gegenwärtig sind rund 1000 Leiharbeiter am Görlitzer Standort von Bombardier tätig, darunter Arbeiter aus Großbritannien und aus Ostmitteleuropa. Bei sinkender Auslastung hatte Bombardier angekündigt, die Zahl der Leiharbeiter zu reduzieren. Für die Stammbelegschaft von rund 1300 Mitarbeiter gilt bis Ende 2019 ein Kündigungsschutz.

Tatsächlich wird im kommenden Jahr im Görlitzer Werk weniger zu tun sein. Den Innenausbau übernimmt dann das Bautzener Werk, sodass nur noch der Bau der Wagenkästen in Görlitz verbleibt. Zudem gibt es keine neuen Aufträge. Die Ingenieur-Abteilung war bereits in den zurückliegenden Monaten weitgehend abgewickelt worden. Straube sieht diese Entwicklung mit Sorge und nennt sie dramatisch. „Die Leiharbeiter sind mir genauso lieb wie die Stammbelegschaft“, sagt er. „Viele der Leiharbeiter sind seit Jahren bei uns“. Zusammen mit der IG Metall versuche der Betriebsrat, auch ausscheidende Mitarbeiter an andere Arbeitgeber zu vermitteln. „Wir sehen darin auch unsere Verantwortung, die Leiharbeiter bei der Jobsuche zu unterstützen.“ In der vergangenen Woche hatte Oberbürgermeister Siegfried Deinege nicht nur an der Belegschaftsversammlung bei Siemens teilgenommen und auch zu den Beschäftigten gesprochen, sondern auch mit der Werksleitung von Bombardier ein Treffen. Dabei ging es auch um die künftigen Strategien und Stärken des Görlitzer Werkes.

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