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Mittwoch, 03.01.2018

Erneut Zuschuss für Ufermauer

Der Bau in Großröhrsdorf wurde erheblich teurer. Die Stadtkasse bleibt aber verschont.

Von Reiner Hanke

Entstanden ist an dieser Stelle in der Niederstadt eine 3,70 Meter hohe Stahlbetonwand von 58 Metern Länge. Gegenüber wurde der Böschungsfuß mit sogenannten Wasserbausteinen gesichert. Insgesamt wurden 70 Meter Ufer saniert.
Entstanden ist an dieser Stelle in der Niederstadt eine 3,70 Meter hohe Stahlbetonwand von 58 Metern Länge. Gegenüber wurde der Böschungsfuß mit sogenannten Wasserbausteinen gesichert. Insgesamt wurden 70 Meter Ufer saniert.

© René Plaul

Großröhrsdorf. Kurz vor dem Jahreswechsel öffnete der Freistaat offenbar noch einmal seine Kassen und zeigte sich freigiebig. So erhält Großröhrsdorf nicht nur einen erheblichen Zuschuss für die Beleuchtung des Radweges zwischen den Ortsteilen Klein- und Großröhrsdorf (SZ berichtete). Der Freistaat teilte auch mit, die Mehrkosten für die Sanierung der Ufermauer in der Niederstadt komplett zu übernehmen. Das ließ die SAB (Sächsische Aufbaubank) wissen. Es habe lange gedauert und sei ein Kampf gewesen, heißt es aus dem Rathaus. Es geht um eine erhebliche Summe, um 340 000 Euro. Die hatte die Stadt bereits in den Haushalt 2017 eingestellt. Weit über 700 000 Euro kostete die Sanierung der 58 Meter Mauer damit insgesamt.

Die 340 000 Euro bleiben nun in der Stadtkasse und können für andere Dinge verwendet werden. Begehrlichkeiten beugt Bürgermeisterin Kerstin Ternes aber gleich vor: „Wünsche gibt es viele.“ Die Stadt habe vor allem ein großes Projekt, und das sei die neue Grundschule in Bretnig. Mit 3,2 Millionen Euro habe die Stadt geplant. Es zeichne sich aber ab, dass diese Summe nicht reichen wird. So gab es zum Beispiel unvorhersehbare Mehrkosten beim Abriss der alten Schule an dem Standort und die Baupreise seien wegen der guten konjunkturellen Situation explodiert.

Außerdem liege ein Jahr mit hohen Investitionen zurück. Dazu gehörten die Straßenbauten an der Brauerei- und der Bachstraße, der Abriss der alten Schule an der Klinke, der Rathausumbau. Im neuen Jahr sei einiges im Abwasserbau zu tun, zum Beispiel auf der Lutherstraße. Und die Sanierung der Adolphstraße stehe an.

Der Bau an der Ufermauer und an Böschungen gegenüber der Firma Isoliererzeugnisse war einer von zwei zu sanierenden Abschnitten und ging noch auf Schäden vom Hochwasser im Juni 2013 zurück. Gewaltige Wassermengen mit enormer Zerstörungskraft schossen damals durchs Flussbett der Großen Röder in Großröhrsdorf. Für die Sanierung flossen vom Freistaat ursprünglich insgesamt 436 000 Euro. Es war ein Mammutprojekt mit Stahl und Beton. Mehrere Monate lang waren Bauleute an der Ufermauer der Großen Röder in der Großröhrsdorfer Niederstadt beschäftigt.

Die Probleme gab es bei den 58 Metern Mauer gegenüber der Isoliererzeugnisse. Bei den Schachtarbeiten für das Fundament der neuen Stützmauer wurde eine wasserführende Erdschicht angeschnitten. Die Grundwassermengen mussten in einem aufwendigen Verfahren unter Kontrolle gebracht werden. Ein unvorhersehbares Ereignis, hieß es damals aus dem Rathaus. Das sah der Freistaat zum Glück auch so. Eine gute Nachricht zum Jahresabschluss für Großröhrsdorf.

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