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Mittwoch, 15.11.2017

Endlich Bagger auf dem Schulhof

In Sitten haben die Arbeiten begonnen. Einiges ist schon fertig, für anderes fehlt noch Geld.

Von Frank Korn

Mitarbeiter der Baufirma Wagner aus Hartha arbeiten an der Stelle, wo später einmal die Tribüne entsteht.
Mitarbeiter der Baufirma Wagner aus Hartha arbeiten an der Stelle, wo später einmal die Tribüne entsteht.

© André Braun

Leisnig/Sitten. Für die meisten Menschen sind Bauarbeiten mit Einschränkungen verbunden. Das ist für die Schüler und Lehrer der Grundschule Sitten nicht anders. Und doch herrscht ein wenig Zufriedenheit. „Wir sind froh, dass es nun endlich losgegangen ist“, sagt Schulleiterin Sylke Rasch. Sie weiß aber auch, dass bis zur Fertigstellung noch einige Zeit ins Land gehen wird. „Wir wären schon froh, wenn am Schuljahresende alles fertig ist“, so Rasch.

Am 2. November haben die Mitarbeiter des Harthaer Baubetriebes von Reiko Wagner mit den Arbeiten am Sportplatz der Schule begonnen. Sylke Rasch ist erstaunt, was in den knapp zwei Wochen seither passiert ist. Der alte Zaun und die Tribüne am Schulgebäude wurden abgebaut. In südlicher Richtung wurde ein neuer Zaun errichtet, und auch die Weitsprunganlage ist schon fertig.

Sebastian Wagner, der Juniorchef der Baufirma, bestätigt, dass es gut angelaufen ist. „Derzeit sind wir im ersten Abschnitt dabei, den Bau der Tribünen- und Treppenanlage vorzubereiten. Gleichzeitig werden die Schleusenrohre in diesem Bereich erneuert. Zudem müssen die Randbereiche gesäubert werden“, so Wagner. Auf einen genauen Zeitplan will sich Sebastian Wagner aber nicht festlegen. „Das hängt auch vom Wetter ab“, sagt er. Beim Aufbringen der Tartanschicht auf dem Sportplatz muss zudem eine Außentemperatur von mindestens zehn Grad herrschen.

Im zweiten Bauabschnitt soll der Schulhof selbst erneuert werden. Der wird dann sogar noch etwas größer. „Die angrenzende Wiese, die wir jetzt schon mit nutzen durften, gehört dann mit zum Schulgelände“, sagt Sylke Rasch. Wie es sich für einen richtigen Schulhof gehört, sollen nach der Fertigstellung auch Spielgeräte zum Turnen und Toben einladen.

Für die Finanzierung muss die Schule aber selbst aufkommen. „Unsere Sportlehrer legen wert darauf, dass wir motorisch gesehen etwas Sinnvolles anschaffen.“ So wurden ein Zweifachreck und ein Klettersechseck ausgesucht. „Das Geld für das Zweifachreck haben wir schon beisammen“, sagt die Schulleiterin. Dafür wurden beim Tag der offenen Tür Ende September alte Schätze verkauft. Die lagerten auf dem Dachboden, der aus Gründen des Brandschutzes leer geräumt werden muss. „Förderverein und Elternrat haben sich mächtig ins Zeug gelegt“, freut sich Sylke Rasch.

Insgesamt etwa 700 Euro seien durch die Aktion zusammengekommen. „Zudem haben wir vom Bauplanungsbüro Merker eine Spende von 500 Euro erhalten“, so Rasch. Mit diesem Geld könne das Zweifachreck finanziert werden. Das kostet zwar mehr als 1 600 Euro, doch ist in diesem Preis auch die Montage enthalten. Die muss aber nicht unbedingt vom Lieferanten der Spielgeräte ausgeführt werden.

Das Klettersechseck ist mit etwa 4 100 Euro wesentlich teurer. Dennoch ist Sylke Rasch optimistisch, dass auch dieses Gerät finanziert werden kann. „Wir werden seit vielen Jahren von der BKW Energie AG unterstützt, die in Bockelwitz einen Windpark betreibt. Die Firma ist ein verlässlicher Partner“, so Rasch. Zudem hat sich der Förderverein bei Aktionen im Internet angemeldet, durch die bei Onlinekäufen ein paar Prozent auf das Konto des Vereins gehen.

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