• Einstellungen
Donnerstag, 06.07.2017

Elektrotechnik als Beruf: Zukunftsperspektiven für Elektroingenieure

Der heutige Lebensstandard ist vor allem von technischen Innovationen geprägt. Ohne Elektrotechnik wäre dies nicht möglich.

Foto: ©mwitt1337 - pixabay.com
Foto: ©mwitt1337 - pixabay.com

Hat man demnach als Elektroingenieur gute Zukunftsaussichten in der Berufswelt?

Die Chancen stehen gut

In einer Zeit des technischen Fortschritts ist es nicht verwunderlich, dass immer mehr Fachkräfte gesucht werden. Vor allem, wenn die Geschwindigkeit heutzutage immer schneller zunimmt. Dazu kommen die Energiewende und das Verlangen nach erneuerbaren Energiequellen. Dies sind alles Gebiete, in denen Elektrotechnik eine prägnante Rolle spielt. Wie sieht jedoch das Verhältnis an verfügbaren Stellen und den Absolventen aus? Allgemein gesagt sehr vielversprechend, denn es besteht ein Fachkräftemangel. Jährlich gehen mehr Elektroingenieure in Rente, als Berufseinsteiger nachrücken. Dieser bestehende Mangel wird zudem durch den fortwährenden technischen Fortschritt verstärkt. In den vergangenen Jahren waren Elektroingenieure die Ingenieure mit der geringsten Arbeitslosenquote.

Dennoch lassen sich diese rosigen Aussichten nicht pauschalisieren. Der im Studium der Elektrotechnik gewählte Schwerpunkt beeinflusst die möglichen Branchen für das spätere Berufsleben. In etwa ein Drittel aller ausgeschriebenen Stellenangebote befinden sich im Gebiet der Informationstechnologie, einem Teilbereich der Elektrotechnik. Hierzu gehört beispielsweise die Automobilindustrie, welche für die Entwicklung ihrer Softwares und Elektronik auf Elektroingenieure setzen. Die meisten beschäftigten Elektrotechniker arbeiten in der Automation, der Energietechnik oder in der Entwicklung elektronischer Bauelemente. Dennoch ist das Feld für mögliche Berufe in der Elektrotechnik sehr breit, was einen einfachen Berufseinstieg begünstigt.

Ein gelungener Einstieg

Absolventen eines Studiums der Elektrotechnik dürfen sich nicht auf den Bedarf an Fachkräften verlassen. Auch wenn die Nachfrage groß ist, sind Unternehmen in der Wahl ihrer Elektroingenieure recht anspruchsvoll. Ein guter Abschluss reicht nicht aus. Es wird großer Wert auf Praxiserfahrungen gelegt, welche nicht nur durch das Pflichtpraktikum im Studium erlangt werden sollten. Außerdem sollten Elektroingenieure heutzutage kundenorientiert und teamfähig sein, möglichst über gute Englischkenntnisse verfügen und ein Bewusstsein für das Einhalten von Terminen, Finanzen und Qualität haben. Wenn man sich außerhalb der Hochschule bereits für etwas engagiert hat oder in Vereinen tätig war, wirft dies zu dem ein gutes Licht auf die Bewerbung.

Viele angehende Elektroingenieure planen einen Berufseinstieg in großen Konzernen als Trainee. Denen sei geraten, auch einen Blick auf mittelständische Unternehmen mit weniger als 500 Mitarbeitern zu werfen. In etwa 90 Prozent der Stellen in den zuvor genannten Feldern, mit der größten Beschäftigungsrate, werden von diesen Unternehmen vergeben. Dafür spricht außerdem, dass ein Direkteinstieg möglich wäre, bei dem durch Paten oder Learning by Doing weitere Kenntnisse vermittelt werden. Dabei ist jedoch zu beachten, dass die Aufgabenfelder meist weiter verteilt sind, welches mehr Flexibilität und weniger Spezialisierung verlangt.

Guter Verdienst

Elektroingenieure können sich über recht ansehnliche Gehälter freuen. Bereits als Einsteiger winken Bruttolöhne von 40.000 - 45.000 Euro im Jahr. Selbstverständlich gibt es hingegen einige Faktoren, welche die Höhe der Einstiegsgehälter beeinflussen. Dabei kommt es neben dem Abschluss und der Größe des Unternehmens auch auf das jeweilige Bundesland an. Hat man promoviert, kann man beispielsweise mit bis zu 25 Prozent mehr Gehalt rechnen. Am meisten verdient ein Elektroingenieur in Bayern, Baden-Württemberg oder Hessen. Die Wahl der Branche wird die Summe außerdem beeinflussen. Selbstverständlich steigen die Gehälter auch mit der Berufserfahrung oder mit immer höheren Stellen. Ein Bereichsleiter kann somit sogar über 100.000 Euro im Jahr verdienen.

Desktopversion des Artikels