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Montag, 05.03.2018

Eislöwen spielen gegen Falken

Die Dresdner verabschieden sich mit einer Niederlage aus der Hauptrunde der Deutschen Eishockey-Liga 2.

Von Maik Schwert

Martin Davidek erzielt das einzige Tor der Dresdner Eislöwen beim 1:5 am Sonntagabend in Kaufbeuren.
Martin Davidek erzielt das einzige Tor der Dresdner Eislöwen beim 1:5 am Sonntagabend in Kaufbeuren.

© Jürgen Lösel

Seit Sonntagabend steht fest: Die Dresdner Eislöwen kämpfen gegen die Heilbronner Falken um den Einzug in das Viertelfinale der Deutschen Eishockey-Liga 2. Die Ergebnisse des letzten Spieltages der Hauptrunde brachten dieses Duell. Die Dresdner unterlagen in Kaufbeuren mit 1:5 (0:2, 1:1, 0:2) und blieben dadurch auf dem achten Tabellenplatz. Die Heilbronner gewannen mit 3:1 in Crimmitschau und verbesserten sich somit noch auf die neunte Position. Die Eislöwen empfangen die Falken am Dienstag ab 19.30 Uhr zur ersten Partie in der Best-of-3-Serie.

„Kaufbeuren hat einen Lauf“, sagte Eislöwen-Cheftrainer Franz Steer. Das bewiesen die Gastgeber im Auftaktabschnitt. Sie gingen durch Sami Blomqvist in der 16. Minute in Unterzahl in Führung. Jere Laaksonen baute die Führung keine drei Minuten später aus. Erneut Blomqvist erhöhte den Vorsprung im Mitteldrittel (23.). Es dauerte bis zur 36. Minute, bevor den Dresdnern ein Tor gelang. Martin Davidek traf. „Torwart Stefan Vajs ist eine Bank“, lobte Steer den gegnerischen Goalie. Im Schlussdurchgang stellte erst Daniel Oppolzer in doppelter Überzahl den alten Abstand wieder her (55.), ehe Christoph Kiefersauer zum Endstand traf (57.) – kein schöner Abend für Eislöwen-Keeper Sebastian Stefaniszin.

Die Fans sind doppelt frustriert

Am Freitagabend hatten die Dresdner ihr letztes Heimspiel in der Hauptrunde gegen Freiburg mit 0:1 verloren. Dabei vergaben sie einige Chancen. Der Schiedsrichter entschied sich zweimal, den Videobeweis zur Entscheidungsfindung zu Rate zu ziehen. Beide Male hatte der Puck die Torlinie nicht vollständig überquert. „Dann trifft Dresden dreimal den Pfosten – Glück für uns“, sagte Freiburgs Coach Leos Sulak. Die glücklichere Mannschaft habe gewonnen. Die Eislöwen kamen sich vor wie Deutschland gegen Schweden in der Vorrunde bei Olympia. Doch diese Winterspiele nahmen bekanntlich noch einsilbernes Ende.

Darauf hofft auch Steer, dessen Stiefsohn Gerrit Fauser genauso zu den Helden von Pyeongchang gehörte wie Thomas Pielmeiers Bruder Timo. „Der Auftritt der deutschen Auswahl in Südkorea beweist, was eine Mannschaft erreichen kann, wenn sie in einen Lauf kommt“, sagte der Dresdner Trainer. Der fehlt seinen Schützlingen derzeit. „Wir hatten zwar Topmöglichkeiten, aber all das hilft nichts, wenn wir in zwei Heimspielen kein Tor schießen“, sagte er und erinnerte an das 0:5 im Sachsenderby gegen die Lausitzer Füchse. „Wir standen mehrfach allein vor dem Tor. Es ist extrem ärgerlich. Die Leistungen der beiden Schlussmänner waren top.“ Dennoch gönnte Steer seinem Torhüter Marco Eisenhut zwei Tage später eine Auszeit.

Die Leistungen der Angreifer waren dagegen auch am Sonntag alles andere als top. „Leider war nach einem guten Start auch in dieser Partie die Chancenverwertung unser großes Problem“, sagte Steer. Marius Garten gehörte zu den Stürmern, die nicht trafen. „Da haben wir wieder gesehen, dass wir noch nicht gut genug sind. Wir versuchen es immer wieder und schaffen es doch nicht. Das ist so bitter“, sagte er.

Die Fans waren doppelt frustriert – einerseits aufgrund der Niederlagen. Einige bekundeten lauthals ihren Unmut, riefen beispielsweise: „Das kotzt einen doch an.“ Sie befürchten, dass die Eislöwen bei der jetzigen Bilanz in den Pre-Play-offs rausfliegen. Zum Anderen plädierten die Fans auf Plakaten erneut „Pro Auf- und Abstieg“. Sie wollen „keine Kompromisse – für die Zukunft unseres Sports“. Die Fans bezeichneten die DEL wegen der fehlenden Durchlässigkeit zwischen den beiden nationalen Profiklassen als „einsamste Liga Europas“ und „Totengräber unseres Sports“. Er sei „bei Olympia zelebriert“ worden und werde „durch den Liga-Alltag wieder ruiniert“.

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