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Dienstag, 21.03.2017

Einbruch-Schaden erheblich geringer

Wieder waren Diebe in der Diakonie am Werk. Doch diesmal hatte die Einrichtung gut vorgesorgt.

Von Kathrin Krüger-Mlaouhia

Koordinator Ralf Kaubisch zeigt, mit welch roher Gewalt die Einbrecher bei der Diakonie gewütet haben. Das Schloss wurde samt Teilen des Türblatts herausgebrochen, um ins Büro zu kommen.
Koordinator Ralf Kaubisch zeigt, mit welch roher Gewalt die Einbrecher bei der Diakonie gewütet haben. Das Schloss wurde samt Teilen des Türblatts herausgebrochen, um ins Büro zu kommen.

© Klaus-Dieter Brühl

Großenhain. Es ist wieder passiert. Erneut ist in der „Tafel“ an der Auenstraße eingebrochen worden (SZ berichtete gestern). Ein leerer Tresor wurde mitgenommen und Autoschlüssel von einem Caddy und einem Möbelfahrzeug. Rückwärtig am Gebäude, gut geschützt vor Blicken, hebelten die Diebe ein Fenster auf und machten sich außerdem an einem Tor zu schaffen.

Im Haus wurde eine Tür brachial aufgebrochen, eine weitere zeigt Spuren von Gewalt. „Es sah furchtbar aus, alles war aus den Schränken gewühlt“, so die Tafel-Mitarbeiterin Elfried Zorn. Sie zeigt Handyfotos, die das Chaos vom Sonnabendmorgen dokumentieren. Als die Backwaren für die Bedürftigen-Ausgabestelle in Empfang genommen wurden, haben die Diakonie-Leute den Schaden bemerkt.

Fenster jetzt vergittert

Doch war beim letzten Einbruch am 7. September des Vorjahres der Schaden noch rund 6000 Euro groß, wird es diesmal vermutlich mit 1000 Euro abgehen – der Ersatz für die beiden Türen. Doch jetzt gibt es zu den gestohlenen Autoschlüsseln Zweitschlüssel, die an einer anderen Stelle hinterlegt waren. Die Zündschlösser müssen nicht mehr ausgetauscht werden, die Transportfahrzeuge waren gestern Morgen schon wieder im Einsatz.

„Dadurch ist der Ärger, der trotzdem da ist, um einiges geringer“, sagt der kaufmännische Leiter der Diakonie Philipp Schleinitz. Dort, wo sich die Diebe beim letzten Mal Zutritt verschafft haben, wurden jetzt stabile Gitter vor den Fenstern angebracht. In dieser Woche werden die Diakonie-Leute beratschlagen, ob das auf weitere Fenster ausgeweitet werden soll bzw. welche Sicherung noch nötig ist.

Für Tafel-Mitarbeiterin Elli Zorn ist klar: „Die Einbrecher waren nur auf Geld aus.“ Von den Lebensmitteln haben sie gar nichts angerührt, nicht mal Kaffee. Allerdings wussten sie nicht, dass an Bargeld in der Auenstraße nichts mehr zu holen ist. Seit den Diebstählen im Vorjahr werden Einnahmen jetzt täglich zur Bank gebracht. Nur zehn Euro konnten die Diebe jetzt erbeuten. Auch Wertgegenstände können sie in de Auenstraße nicht mehr finden.

Polizei nahm Fingerabdrücke

Die Polizei hat überall Fingerabdrücke genommen. Der für Versicherungen zuständige Diakonie-Mitarbeiter war auch schon da. Alle hoffen, dass der Versicherer einen Großteil der Kosten wieder übernimmt. Doch die Selbstbeteiligung muss die Diakonie allein tragen. Im vorigen Jahr half dabei eine Spende der Stiftung Lichtblick. Denn die „Tafel“ erwirtschaftet selbst keine Erträge oder Rücklagen für solche unvorgesehenen zusätzlichen Kosten.

Noch ist auch die Sorge da, dass die Diebe mit den gestohlenen Autoschlüsseln noch einmal wiederkommen könnten. Um die Fahrzeuge selbst noch mitzunehmen. Doch eigentlich könnten sie damit über Nacht nicht das Gelände verlassen. Tagsüber herrscht Betrieb an der Auenstraße.

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